Klassik-Test: Destiny 2 Forsaken - Endlich eine gute Erweiterung zum Loot-Shooter - MDE|Gaming

Klassik-Test: Destiny 2 Forsaken – Endlich eine gute Erweiterung zum Loot-Shooter

Sommerzeit ist Ferienzeit und das ergibt gemeinsame Spielspaßstunden mit dem Nachwuchs. Endlich haben wir also die Zeit gefunden um Destiny 2 Forsaken gemeinsam zu spielen. Gefühlt befindet sich die Erweiterung seit Ewigkeiten in unserer Spielbibliothek.

Was wir dort alles so erlebt haben, welche Neuerungen es gibt und ob sich diese ins Gameplay wohlwollend einfügen, lest ihr in unserem Test.

Sie haben Cayde-6 getötet!

Nach den zwei Mini-Erweiterung wird Destiny 2 mit Forsaken endlich ordentlich erweitert. Auch eine Story mit etlichen Zwischensequenzen wird geboten. Der allseits beliebte Roboter Cayde-6 wird getötet und das veranlasst unseren Helden dazu erstmals zu sprechen! Zwar sagt sie oder er nicht unheimlich viel aber der Held kann also doch sprechen – unfassbar.

Die Geschichte beginnt mit einem Gefängnisausbruch.

Klar wie Kloßbrühe, das schreit nach Rache, also machen wir uns auf in zwei neue Gebiete um die Bösewichte zu vernichten. Neben den Story-Missionen erwarten uns auch neue Strikes, ein neuer Raid, etliche Nebenmissionen, der neue Spielmodus Gambit, neue Gegner und mit dem Bogen eine neue Waffe.

Die Wirrbucht und Die träumende Stadt

Beide Gebiete sind hübsch gestaltet, sehen auf den ersten Blick zwar relativ klein aus aber bieten dann durch ihre vertikale Gestaltung, doch genügend Spielraum für Erkundungen und Missionen.  Auch die neuen Gegner namens „Hohn“, fügen sich sehr gut ins bisherige Bild ein.

Die neuen Gegner in Aktion.

Irgendwie erinnern uns die neuen Gegnertruppen an Ägypten. Sie attackieren uns mit Feuerattacken und sind teilweise mit kleinen runden Schildern ausgestattet. Natürlich mischen aber die alten Feindbilder wie die Rotlegion wieder mit.

In der Wirrbucht findet der Großteil der neuen Story-Kampagne statt. Bereisen wir schließlich „Die träumende Stadt“ erhalten wir Zugriff auf die neuen Endgame-Inhalte von Destiny 2 Forsaken – sprich die Raids. Bevor es jedoch soweit ist, sollten wir die neuen Fokusfähigkeiten für alle drei Klassen freispielen.

Wir besuchen „Die träumende Stadt“.

Egal ob wir Titan, Jäger oder den Warlock spielen, jede Klasse erhält einen neuen Fokus und somit neue Angriffsmöglichkeiten. Beispielweise erhält der Warlock einen in Flammen stehenden Hammer mit welchem wir uns mühelos durch Gegnerhorden metzeln. Aber auch der Jäger, mit seinem großflächigen Klingenangriff, braucht sich dahinter nicht zu verstecken.

Neues Max- und Powerlevel

Um Cayde-6 rächen zu können müssen wir unheimliche Allianzen eingehen, man darf gespannt sein wie die Geschichte hier weitergehen wird.

Mit Destiny 2 Forsaken und der dazu passenden Patches und Contenterweiterungen wird aktuell ein maximales Heldenlevel von 50 geboten. Das höchste Powerlevel, welches wir mit unserem jeweiligen Charakter erreichen können, ist mittlerweile auf 750 gesetzt worden.

Durch die wöchentlichen Herausforderungen, die verschiedenen Spielmodi usw. erreichen wir Powerlevel 650 recht schnell und mühelos. Im Anschluss daran solltet ihr euch aber auf Grinding einstellen, quasi die Quintessenz eines jeden Loot-Shooters.

Der Gambit-Spielmodus

In diesem Modus wird PVE und PVP miteinander vermischt. Zwei Teams á vier Spieler treten gegeneinander an um den Sieg einzufahren. Das Match unterteilt sich grundsätzlich in drei Phasen.

Unsere Aufgabe besteht darin Unmengen von K.I.-Gegner zu vernichten und sogenannte Licht-Orbs zu sammeln. Diese Orbs, maximal 15, gilt es anschließend in unsere Basis zu tragen und dort in eine Maschine zu drücken. Dadurch erhalten wir Punkte und können dem Gegnerteam unterschiedliche Bosse auf ihre Seite des Spielfelds schicken. Somit blockieren wir ihre Orb-Maschine und können unseren Vorsprung ausbauen oder Punkte aufholen – je nachdem wie das Match gerade verläuft.

Außerdem wird immer wieder ein Portal geöffnet durch welches wir einen Spieler hindurchschicken können. Dieser landet dann beim Gegner und kann sie hinterrücks attackieren und im besten Fall ausschalten, was uns wiederum einen Zeitvorteil verschafft.

Ist unsere Leiste mit Orbs komplett gefüllt, wird ein abschließender Bossgegner beschworen – jenes Team das ihn zuerst erledigt, hat die Runde gewonnen. Wer zuerst zwei Punkte erreicht, entscheidet das Match für sich.

Trailer:

Fazit:

mEssE – alias Chefredakteur und Gründermitglied.

Ja wir hatten ein „paar Stunden“ viel Spaß mit der Forsaken-Erweiterung, nach zwei Wochen haben wir mittlerweile alles gesehen und warten bereits auf die nächste Erweiterung Shadowkeep. Mit einher geht übrigens ein Wechsel von Battle.Net auf Steam – da sich der Entwickler Bungie und der ehemalige Publisher Activision getrennt haben. Man darf gespannt sein was das letztlich für Destiny 2 bedeuten wird.

Die Story war gut obwohl der, meiner Meinung nach, einzig wirklich ikonische Charakter irgendwie sinnlos sterben musste. Denn sind wir uns ehrlich, alle anderen Hüter wirken so als hätten sie einen Stock im Arsch, sie können nicht wirklich begeistern.

Abgesehen davon macht die Erweiterung viel richtig und bietet auch viel Inhalt, besonders der Gamibt-Modus und die neuen Strikes sowie der Raid sind eine willkommene Abwechslung.

Mit der neuen Waffe, dem Bogen, kann ich aber absolut gar nichts anfangen – der wird immer direkt zerlegt und somit als Craftingmaterial genutzt.


Destiny 2 Forsaken findet man bei Amazon oder CDKeys für PC, XBox One und PS4

Good

  • Cayde-6 steht im Mittelpunkt
  • Mittlerweile fairer Preis, da die zwei Mini-DLCs mitgeliefert werden
  • Bogen als neue Waffe
  • Neuer Fokus
  • Neues Höchst- und Powerlevel

Bad

  • Ein paar Grind-Missionen
  • Gameplay wie üblich
84.4
Grafik - 85
Sound - 85
Atmosphäre - 84
Steuerung - 88
Umfang - 80