Test: Heavy Rain - Wir haben uns die PC-Version geschnappt - MDE|Gaming

Test: Heavy Rain – Wir haben uns die PC-Version geschnappt

Der Entwickler Quantic Dream war lange Zeit exklusiv für Sony und seine Playstation unterwegs. Mittlerweile hat sich die Geschichte geändert und das erste Adventure Heavy Rain ist für den PC [Epic Games Store] erschienen. In dem filmisch angehauchten Psychothriller jagen wir den Origami-Killer.

Dazu schlüpfen wir in vier unterschiedliche Protagonisten und erleben allerhand düstere Abenteuer. Ob das legendäre Adventure auch heute noch Spaß machen kann klärt unser Test.

Für den PC modernisiert

Unser Abenteuer beginnt ziemlich beschaulich im Kreise unserer kleinen Familie.

Heavy Rain wurde ursprünglich bereits 2010 auf der Playstation 3 veröffentlicht, anschließend wurde es überarbeitet und nochmals für die PS4 released. Nun ist also der PC an der Reihe und das Adventure wurde nochmals überarbeitet.

Allen voran gibt es nun Unterstützung für 4k, Widescreen-Support, eine Framerate von 60FPS, mehrere grafische Anpassungen und Optionen. Die wichtigste Neuerung ist die überarbeitete Steuerung an die man sich aber erstmal gewöhnen muss. Via Maus und Tastatur hämmern, wir in Quicktime-Events, Buchstaben in die Tastatur, drücken die Maustasten und führen vorgezeichnete Bewegungen aus.

Ein Vergleich zu den Adventures von Telltale Games liegt auf der Hand, Gameplay ist quasi fast keines vorhanden, wir werden über die Geschichte in den Titel gezogen.

Vier verknüpfte Charaktere

Heavy Rain beginnt beschaulich, wir befinden uns in unserem kleinen Haus mit Garten und bereiten gerade eine Geburtstagsparty für unseren älteren Sohn vor. Während eines Ausfluges in ein Einkaufszentrum passiert dann das Unfassbare, wir verlieren das Geburtstagskind. Gerade eben haben wir ihm noch einen Ballon gekauft, während wir bezahlen ist der Nachwuchs plötzlich verschwunden.

Der Origami-Killer zwingt uns bei seinem perfiden Spiel mit zu machen und setzt uns immer neue Aufgaben vor die Nase.

Wir bekommen Panik, in der Haut von Ethan [Vater] durchsuchen wir das Einkaufszentrum, immer den roten Luftballon im Blick. Als wir an der Straße ankommen sehen wir dass sich unser Sohn auf der gegenüberliegenden Seite befindet. Er läuft los, wird angefahren und wir ebenfalls. Wir liegen monatelang im Koma, unsere kleine heile Welt hat sich komplett verändert.

Im weiteren Verlauf von Heavy Rain steuern wir nicht nur Ethan Mars, sondern auch drei andere Protagonisten, die da wären FBI-Agent Norman Jayden, Journalistin Madison Page und den Privatdetektiv Scott Shelby. Das Schicksaal der vier Personen ist miteinander verbunden, was das genau heißt finden wir während des Spielens heraus.

Das zweite Kind wird entführt

Als FBI-Agent Jayden inspizieren wir Tatorte, führen Gespräche und begeben uns in etliche brenzlige Situationen.

Es kommt wie es kommen muss, bevor es besser wird muss es erstmal noch viel schlechter werden. Die junge Familie hat sich getrennt, zwischen Trauer und Wut gefangen, schlägt das Schicksal erneut zu. Der jüngere Bruder wird entführt, der Origami-Killer tritt also auf den Plan und hat ein krankes Abenteuer mit im Gepäck.

Ethan muss fünf Aufgaben in einer bestimmten Zeit erfüllen. Die Palette reicht hier von Selbstverstümmelung bis hin zum Mord. Für jede gelöste Aufgabe bekommt er zusätzliche Buchstaben und Zahlen an die Hand. Daraus lässt sich ein Ort, eine Straße bilden, wo unser Sohn gefangen ist. Sind wir schnell genug, können wir ihn vermutlich noch retten?

Mit dem Privatdetektiv besuchen wir eine Party um weitere Informationen zu erhalten.

Das Ganze wirft natürlich einige epochale Fragen auf. Wie weit würdet ihr gehen um einen geliebten Menschen zu retten? Ist es in Ordnung einen bösen Menschen zu töten? Wie viel Leid kann man ertragen bevor man zerbricht? Würdet ihr euch selbst opfern um diesen Menschen zu retten?

Die Geschichte zieht uns in ihren Bann

Wie bei vielen legendären Filmklassikern, die gerne mal länger dauern, kommt auch Heavy Rain relativ langsam in Fahrt – könnte durchaus ein Problem für die aktuelle „IchKannMichNurMaximal10MinutenKonzentrieren-Generation“ darstellen. Spätestens nach zwei Stunden zieht uns die düstere Story aber komplett in ihren Bann.

Das Katz- und Mausspiel weiß zu überzeugen. Bis wir zum letzten Level kommen, versuchen wir anhand der Hinweise den Täter zu entschlüsseln, wir haben viel geraten, viel getippt, oft auch den Verdächtigen gewechselt aber lagen letztlich komplett falsch. Genauso soll es sein! Wird Ethan also ein Happy End erleben? Wird sein Sohn überleben? Oder zeugen seine „Blackouts“ dann doch eher von Schizophrenie?

Launch-Trailer:

Fazit:

mEssE – alias Chefredakteur und Gründermitglied.

Wer Heavy Rain bereits kennt dem raten wir von einem neuerlichen Kauf ab, die Verbesserungen sind zwar offensichtlich aber wieso sollte man eventuell das dritte Mal für das gleiche Spiel Geld ausgeben?

Allen anderen Zockern wie Adventure-Fans und Storyliebhabern legen wir den Titel aber ans Herz. Die Geschichte ist grandios, an die Steuerung gewöhnt man sich schnell und mir werden die unterschiedlichen Protagonisten lange im Gedächtnis bleiben. Somit können wir das Spiel letztendlich absolut empfehlen.

Good

  • Geniale Story mit vielen Wendungen
  • Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt
  • Unterschiedliche steuerbare Charaktere

Bad

  • Mehr Film wie Spiel
  • Steuerung mit der Maus zu Beginn gewöhnungsbedürftig
80.2
Grafik - 78
Sound - 78
Atmosphäre - 86
Umfang - 80
Steuerung - 79
In meinen Adern fließt Gaming :D

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