Test: Icey – 2D Sidescroller im Anime-Stil - MDE|Gaming

Test: Icey – 2D Sidescroller im Anime-Stil

Test: Icey – 2D Sidescroller im Anime-Stil
Test: Icey – 2D Sidescroller im Anime-Stil

Der actionlastige Sidescroller Icey erschien bereits im November 2016 für den PC. Schon damals fielen die Steam-Reviews hauptsächlich sehr positiv aus. Nun eineinhalb Jahre später ist es endlich soweit und das Spiel gibt es nun auch für Nintendo Switch.

Worum geht es?

In Icey spielen wir ein Robotermädchen, das mit einem Schwert bewaffnet gegen eine Horde von mechanischen Monstern und riesigen Cyborg-Bossen in die Schlacht zieht (das alles erinnert ein wenig an Nier: Automata). Hierbei stehen uns eine Menge verschiedener Komboattacken, Dashes und Finisher zur Verfügung. Das alles klingt erst mal nach einem typischen Actionprügler.

Schon wieder ein Side-Scroller?

Schon nach dem ca. 10 minütigen Tutorial merken wir schnell dass der erste Eindruck täuschen kann. Nach dem ersten Bosskampf, mit dem wir das Tutorial abschließen, wird auf einmal der ganze Bildschirm von Fehlermeldungen überflutet.  In uns steigen die ersten Aggressionen hoch, da das Spiel scheinbar abstürzt.

Dem ist aber glücklicherweise nicht so denn das Spiel startet erneut. Also nehmen wir unseren Controller wieder in die Hand und beginnen das Abenteuer aufs Neue.

Höre ich schon Stimmen?

Im Hintergrund ist auf einmal eine Stimme zu hören. Diese gehört dem Entwickler, der sich als eigenwilliger Erzähler entpuppt. Er nimmt eine recht zwielichtige Rolle ein, da er versucht, das Spiel in eine bestimmte Richtung zu dirigieren. Um die Story voranzutreiben verlangt es von uns nichts weiter als einfach nur den leuchtenden Pfeilen im Spiel zu folgen.

Wir kämpfen uns also durch die Reihen der Gegner und Cyborg-Bossen. Mit Hilfe von Kombo-Ketten, Konter-Attacken und Finishern kommen wir recht zügig voran. Nebenbei sammeln wir noch das Geld ein, dass wir durch die Kämpfe erhalten. Damit können wir unsere Spezialangriffe noch weiter verbessern oder unsere Kombos aufleveln.

So weit so gut, aber wieso sollten wir den Anweisungen des Erzählers eigentlich brav Folge leisten? Also entscheiden wir uns kurzerhand seinen Willen zu ignorieren und bahnen uns einen eigenen Weg durchs Spiel. Dieses rebellische Verhalten passt dem omnipräsenten Erzähler natürlich überhaupt nicht ins Konzept. Mit allerlei Fragen versucht er uns wieder auf den scheinbar rechten Weg zu führen, wenn auch das nichts hilft macht es sich über uns lustig und beginnt uns sogar zu beschimpfen.

Abseits des Weges werden wir immer wieder mit allerlei surrealen Momenten konfrontiert. Hier gibt es zum Beispiel scheinbar leere Räume oder aber auch Abschnitte die wie eine Skizze aussehen.

Hier fehlt doch irgendwas

Mehr wollen wir euch aber an dieser Stelle nicht verraten, da es viel mehr Spaß macht sich selbst den Launen des Erzählers auszusetzen.

Die Synchronisation ist gut gelungen. Wir können zwischen chinesischer, japanischer und englischer Sprachausgabe auswählen. Wer aber in der englischen Sprache nicht allzu bewandert ist wird sich mit Icey etwas schwer tun, da eine deutsche Übersetzung komplett fehlt.

Trailer:

Fazit:

Icey überrascht uns mit einer gelungenen Kombination aus 2D Sidescroller und genial-komischen META-Game. Die Kämpfe sind rasant und die Kombo-Ketten gehen relativ einfach von der Hand. Das Storytelling ist gelungen und durch die Vielzahl an verschiedenen Enden motiviert das Spiel zum öfteren durchzocken.

Einzig die geringe Gegnervielfalt und die kurze Spielzeit fallen uns hier negativ auf (pro Durchlauf benötigt man nur ca. 2 Stunden). Wer aber darüber hinwegsehen kann, kann bei diesem Titel getrost zugreifen.


Icey gibt es für den PC sowie Nintendo Switch

Good

  • Knackige Kämpfe
  • Geniale Meta-Ebene
  • Verschiedene Enden
  • Große Cyborg-Bosse
  • Flüssige Animationen
  • Gute Synchronisation

Bad

  • Kurze Spielzeit
  • Geringe Gegnervielfalt
  • Keine deutsche Sprachausgabe
  • Keine deutschen Untertitel
85.4
Grafik - 88
Sound - 91
Atmosphäre - 86
Steuerung - 90
Umfang - 72