Der japanische Hersteller, Grasshopper Manufacture, dreht mit Romeo is a Dead Man komplett am Rad. Egal was auch immer ihr da so raucht im Land der aufgehenden Sonne, ich will das auch haben.
Grundsätzlich erwartet euch ein Action-Adventure mit extrem hohen Gore-Anteil. Es ist unmöglich zählbar wie viele Blutfontänen da pro Minute über den Bildschirm sausen. Es gibt aber noch so viele andere Genre-Einflüsse wie eine Basis in 16Bit-Optik, das Züchten von Bastarden und stilsichere Comic-Seiten die die Geschichte voranbringen.
Wenn ihr ungewöhnliche Dinge mögt, lest unbedingt unseren Test weiter.
Der Opa auf der Jacke
Wir schlüpfen logischerweise in die Rolle von Romeo, der eigentlich tot sein müsste. Doch modernste Technik rettet ihm das Leben und so kehrt der DeadMan unter die lebenden zurück. Stets an seiner Seite ist sein Opa als „lebendes Etikett“ auf seiner Jacke. Der Oldie versorgt den Jüngling mit allerhand „intelligenten“ Ratschlägen und lockert dadurch das Geschehen auf. Klingt irre? Ja so geht es die ganze Zeit weiter.
Unsere Aufgabe ist es unsere Juliet also Julia zu finden. Dazu reisen wir quer durch die Raumzeit und erleben allerhand abstrakte Abenteuer und dicke Bosskämpfe. Gekämpft wird sowohl im Nah- als auch im Fernkampf mit unterschiedlichen Meinungsverstärker. Die Waffen können auch verstärkt werden und verursachen so mehr Schaden. Mit unserem Spezialangriff „Blutiger Sommer“, verursachen wir besonders viel Schaden und füllen zudem unsere Lebensleiste wieder auf.
Wir züchten uns Bastarde
Abseits der Action in Romeo is a Dead Man verbringen wir auch viel Zeit in unserer Basis, einem Raumschiff. Dort können wir uns mit der Crew unterhalten oder verbessern unsere Waffen oder und das ist die mit Abstand wichtigste Funktion, wir züchten uns Bastarde heran.
Die dafür benötigten Samen werden in der Spielwelt von erlegten Gegnern fallen gelassen. In unserem Raumschiff wandern wir anschließend zur „Botanikexpertin“ und können diese Samen miteinander vereinen. Dadurch werden unsere Bastarde stärker und erlernen neue Fähigkeiten. Bis zu acht Stück können wir maximal ausgerüstet haben. Im Grunde genommen sind das einfach auslösbare Fähigkeiten. So können wir uns ein Schutzschild gönnen, einen explodierenden Bastard oder einen Bastard der mit einem Geschütz auf unsere Feinde schießt.

Immer wieder durchqueren wir ruhig, abstrakte Abschnitte. Auf der Rückseite der Jacke seht ihr unseren plappernden Opa.
Einen dritten Stilbruch bietet Romeo is a Dead Man dann auch noch. Die actionreichen, blutgetränkten Level werden durch abstrakte, meist ruhige Abschnitte aufgelockert. Hier lösen wir kleinere Rätsel um in der realen Welt voranzukommen.
Launch-Trailer:
Fazit:
Romeo is a Dead Man ist als Ganzes einfach ein irrer Trip. Wenn ihr ein Spiel sucht das sich abseits des Mainstreams aufhält, habt ihr hier eure blutige Spielwiese gefunden. Je nach gewählten Schwierigkeitsgrad und eurem Können, seid ihr ungefähr fünfzehn Stunden mit dem Action-Adventure beschäftigt.
Ihr mögt Wahnsinn? Dann seid ihr hier definitiv richtig. Es wird aber auch sehr viele Spieler geben die mit dem Titel nichts anfangen können und das kann ich auch verstehen. Die ganzen Gameplay-Elemente sind zwar eine verrückte Mischung aber so richtig herausragend ist halt auch keine davon.
Romeo is a Dead Man findet ihr auf PC (Steam), XBox Series X|S und PS5.



