Test: A Plague Tale: Innocence - Das ist wahre Geschwisterliebe - MDE|Gaming

Test: A Plague Tale: Innocence – Das ist wahre Geschwisterliebe

Mit A Plague Tale: Innocence schlich sich heimlich still und leise die bisher größte Spieleüberraschung 2019 absolut verdient ins Rampenlicht. Wir steuern das Geschwisterpaar Amicia und Hugo durch die düstere Welt des Mittelalters.

Die Geschichte selbst spielt in Frankreich zu Zeiten der Inquisition. Doch was machen diese verfluchten Ratten hier überall? Was hat die Kirche damit zu tun? Wieso können nur wir die Welt retten und was hat das alles mit unserem einzigartigen Blut zu tun? Diese und etliche weitere Fragen drängen sich auf – und sie alle werden vom Spiel beantwortet.

Nun starten wir mit unserem Test.

Die Katastrophe bahnt sich an

Eigentlich beginnt A Plague Tale: Innocence ganz gemütlich. In der Haut von Amicia sind wir mit unserem Vater und unserem Hund im Wald unterwegs. Wir albern herum, lernen die Steuerung kennen und unterhalten uns mit dem Vater. Plötzlich büxt unser Hund aus, er scheint etwas zu jagen.

Als wir lautes Geheul unseres vierbeinigen Freundes vernehmen, heißt es die Beine in die Hand zu nehmen. Der Wald wird düsterer, es wird dunkel – irgendetwas stimmt hier ganz gewaltig nicht. Der Hund liegt blutüberströmt am Boden, wird in ein Loch gerissen und stirbt – was zur Hölle geht hier nur vor sich?

Wir entscheiden uns nach Hause zu laufen um von unseren Erlebnissen zu berichten. Doch es kommt noch dicker für Amicia. Die Inquisition steht vor den Toren ihres Schlosses. Sie suchen ihren kleinen Bruder Hugo. Unser Vater wird hingerichtet, unsere Mutter – so scheint es – ebenfalls aber mit Geschick und etwas Glück können wir entkommen.

Wir finden neue Freunde

Grundsätzlich spielt sich A Plague Tale: Innocence wie ein Stealth-Adventure. Wir müssen Rätsel lösen, knifflige Kämpfe meistern, oft wird auch geschlichen und natürlich müssen wir auch Materialien sammeln um die Alchemiezauber anwenden zu können.

Hier sehen wir den ersten Bosskampf.

Die ersten Kapitel sind wir nur mit dem Geschwisterpaar unterwegs. Im weiteren Verlauf der Geschichte – welche insgesamt 17 Kapitel umfasst – werden wir aber etliche Verbündete für uns gewinnen können. Einige davon werden auch auf tragische Weise sterben. Beispielsweise gesellt sich Rodric zu uns. Er ist der Kraftprotz der Gruppe. Mit ihm können wir Gegner aus dem Hinterhalt erledigen oder blockierte Türen aufbrechen.

Im Rattenbau sieht es ziemlich ungemütlich aus.

Die verschiedenen Gefährten sorgen für jede Menge Abwechslung. Manchmal sind wir alleine unterwegs, manchmal nur die zwei Geschwister oder auch als ganze Gruppe.

Neue Fähigkeiten erleichtern uns das Leben

Amicia, die große Schwester, ist äußerst geübt im Umgang mit ihrer Schleuder. Zu Beginn können wir lediglich Steine an die Köpfe der Gegner werfen. Spätestens wenn diese über eine Rüstung verfügen, hilft uns dies nicht mehr.

Zum Glück erlernen wir die Alchemie und somit ein paar weitere Tricks. Wir können Feuer entfachen oder mit einem gezielten Schuss sogar unterschiedliche Lichtquellen ausschalten.

Wir lernen Gegner zu betäuben und Ratten zu lenken. Die spezielle Fähigkeit mit den Ratten umzugehen, „leihen“ wir uns übrigens von unserem kleinen Bruder Hugo.

Mit solchen Leichenbergen versucht die Inqusition die Rattenplage zu steuern.

Neben den Fähigkeiten verfügen wir außerdem über einen kleinen „Skilltree“. Durch die beiläufig gesammelten Materialien können wir unsere Alchemie sowie die Schleuder verstärken oder das Inventar vergrößern.

Größenwahn kommt vor dem Fall

Die Rattenfähigkeiten benötigen wir auch dringend in den drei letzten Kapiteln, denn nur durch sie können wir diese überhaupt erst bewältigen – vom grandiosen Endkampf ganz zu schweigen. Hugo kann durch sein spezielles Blut nämlich mit den Ratten kommunizieren und sie so befehligen.

Als Endgegner wartet ein größenwahnsinniger Priester auf uns, welcher ein eigenes Rattenvolk gezüchtet hat, welches er kontrollieren kann. Außerdem erleben wir während der Geschichte etliche Wendungen und herzzerreißende Augenblicke. Dieses Spiel wird uns definitiv länger in Erinnerung bleiben und ist bereits jetzt ein Anwärter auf das GOTY 2019.

Launch-Trailer:

Fazit:

Der Untergang von Telltale Games hinterließ im Adventure-Genre ein großes Loch welches der Entwickler Asobo Studio grandios schließen kann. Im Gegensatz zu Telltale steht hier neben der famosen Geschichte auch das Gameplay im Mittelpunkt.

Die sehr gut lösbaren Rätsel, die Stealth-Mechaniken, die Gespräche der Protagonisten und auch die Kämpfe hinterlassen einen grandiosen Eindruck. Wir hatten A Plague Tale: Innocence seit einer Ankündigung im Auge aber das es letztlich so gut wird hätten wir niemals erahnen können. Mehr als ein Geheimtipp für jeden ehrhaften Zocker.


A Plague Tale: Innocence findet man auf dem PC, XBox One und PS4 via Amazon oder MMOGA

Good

  • Geschmeide Bewegungen
  • Tolle Geschichte
  • Grandiose Atmosphäre
  • Verschiedene Begleiter
  • Sehr gute deutsche Vertonung
  • Gameplay stockt nicht
  • Faire Speicherpunkte

Bad

  • Lösung meist offensichtlich
87.4
Grafik - 89
Sound - 88
Atmosphäre - 90
Steuerung - 88
Umfang - 82