Klassik-Test – Metro: Exodus – Ein genialer Shooter

Klassik-Test – Metro: Exodus – Ein genialer Shooter
Klassik-Test – Metro: Exodus – Ein genialer Shooter
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Mit Metro: Exodus schließt 4A Games die Trilogie rund um Artjom ab. Der Horror-Shooter für Solisten geht beim Spieldesign neue Wege, vergisst dabei aber trotzdem nicht seine Herkunft.

Alles Weitere lest ihr in unserem Klassik-Test.

Hinaus in die Welt

In Metro: Exodus sind wir erstmals nicht nur in der Metro oder kleinsten Weltabschnitten unterwegs. Der Ego-Shooter bietet eine klare Open World die in unterschiedliche Biome unterteilt ist. In jedem Gebiet warten mehrere Hauptquests auf uns. Auch eine Hand voll Nebenquests können angenommen und erledigt werden.

Je nachdem wie ordentlich ihr die einzelnen Gebiete erkunden, benötigt ihr 15 bis 20 Stunden um die Endsequenz zu sehen. Das Erforschen der Gebiete zahlt sich aber definitiv aus. So können wir Aufsätze für unsere Ausrüstung finden und diese anschließend damit verbessern. Um interessante Orte zu entdecken benutzt ihr einfach euer Fernglas. Fährt dieses über einen interessanten Ort, fängt es an zu wackeln – kurz stillhalten und anschließend lassen sich die markierten Orte auf unserer Karte finden.

Mit dem Zug durch die Hölle

Hier sehen wir die Karte des ersten Gebiets.

Direkt zu Beginn von Metro: Exodus läuft alles schief. Durch diverse Umstände müssen wir unser Zuhause verlassen und das ist auch verdammt gut so. Wir lüften eine Verschwörung und sind fortan mit einem Zug sowie einigen Weggefährten quer durch das Land unterwegs.

In den einzelnen Gebieten bewegen wir uns entweder per Pedes oder mit diversen Fahrzeugen. Zum Beispiel können wir einen LKW oder ein Quad steuern oder wir schnappen uns kurzerhand ein kleines Paddelboot. Die Gebiete selbst sind ziemlich abwechslungsreich, sowohl optisch als auch spielerisch.

Wir durchqueren eine Wüste, ein karges Schneegebiet, ein saftiges grünes Eiland und eine komplett verstrahlte Stadt. Mal steht die Action im Vordergrund, dann gilt es seine Schleichfähigkeiten auszupacken um dann wiederum in eine Horrorszenerie geworfen zu werden.

Hier haben wir zwei Sidequests erledigt. Zum einen haben wir nun musikalische Unterhaltung und das junge Mädchen mit dem Teddybären, einen neuen kuschligen Freund.

Wer jetzt bei einer Open World an die gewöhnlicherweise mit Symbolen zugekotzten Karten denkt, der irrt gewaltig. Ja die Gebiete sind groß aber wer keine Lust auf Erkundung hat muss das auch nicht machen – obwohl man dann sehr viel verpasst. Kleine Nebenquests, belauschbare Gespräche der NPCs die auf unsere Taten reagieren und zusätzliche Ausrüstungsgegenstände.

Enorm Abwechslungsreich

Nichts desto trotz vergisst Metro: Exodus seine Wurzeln nicht. Wir treffen auf Kannibalen, Sekten und ähnliches menschliches Gesocks. Wie bei The Walking Dead sind die Monster zwar ein Problem aber das größere Arschloch ist definitiv der Mensch.

Wir infiltrieren Basen, Kirchen und Co. und decken die kranken Machenschaften der Anführer auf. Immer wieder gibt es auch enorm düstere und fordernde Abschnitte in welchen wir „nur“ auf abartige Widersacher in Monsterform treffen – sehr schön.

Unser Ziel ist es einen nicht verstrahlten Platz zum Leben. für unsere kleine Gruppe. zu finden. Im Verlauf der Story ändern sie die Prioritäten allerdings bis es letztlich zum traurigen Abspann kommt.

Eine Priese Crafting:

An der Werkbank verändern wir die Meinungsverstärker nach unseren Wünschen.

Immer wieder finden wir in Metro: Exodus Schlafplätze. Diese Übernachtungsmöglichkeiten bieten neben einem Bett auch eine Werkbank, an der wir ein bisschen Craften dürfen. Außerdem können wir zur gewünschten Tageszeit aufstehen.

Ihr seid lieber nachts mit eurem Nachtsichtgerät unterwegs? Kein Problem, einen Powernap abhalten und los geht’s. Jede Zeit hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Nachts sind weniger Menschen unterwegs dafür treffen wir allerdings auf mehr Monster.

Um überhaupt Craften zu können benötigen wir die zwei verfügbaren Ressourcen. Diese lassen sich überall in der Spielwelt, in verschiedenen Kisten finden, oder von besiegten Gegnern aufsammeln.

Zum einen können wir uns Verbrauchsgegenstände (Molotow, Granaten, Heilung) herstellen und zum anderen unsere Waffen anpassen. Ihr seid lieber leise und als Sniper unterwegs? Kein Problem, Schalldämpfer und langer Lauf an die Waffe geschraubt und schon kann es losgehen. Maximal drei Meinungsverstärker können wir mit auf unseren Reisen eingesteckt haben.

Hier sehen wir Anna, die große Liebe von Artjom.

Verwenden wir eine Waffe äußerst oft, erhält sie Abnutzungserscheinung und muss daher gereinigt werden – das gleiche gilt für unsere Atemschutzmaske. Abgeschlossen wird das Crafting mit unserer Ausrüstung. So können wir beispielsweise einen Kompass an unserem Arm festschrauben oder ein verbessertes Nachtsichtgerät ausrüsten.

Launch-Trailer:

Fazit:

mEssE – alias Chefredakteur und Gründermitglied.

Mit den ersten beiden Serienteilen bin ich persönlich nicht wirklich warm geworden. Da kommen mir die frischen Gameplay-Änderungen von Metro: Exodus enorm entgegen.

Es ist einfach eine Freude die düstere und kranke Spielwelt zu entdecken. Den Geschichten und Gesprächen zu lauschen. Der Mix aus feinster, absolut nicht überladener, Open World und den typischen Horror-Elementen zündet auf ganzer Linie.

Der einzige Wermutstropfen, der mich auch bei diesem Ego-Shooter stört, ist der stumme Held – schon wieder, wie (fast) überall. Das er reden kann, beweist Artjom in diversen Ladebildschirmen, wenn er die aktuellen oder künftigen Geschehnisse vorzüglich kommentiert.


Metro: Exodus findet man auf dem PC, XBox Series X|S, XBox One, PS4 und PS5 bspw. via Amazon

Good

  • Großartige, düstere Atmosphäre
  • Gelungene & traurige Story
  • Semi Open World aber auch
  • Horror und enge Gänge
  • Haupt- und Nebenaufgaben

Bad

  • Stummer Held
88.4
Grafik - 89
Sound - 83
Atmosphäre - 92
Steuerung - 90
Umfang - 88
In meinen Adern fließt Gaming :D

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