Test: Shadow of the Tomb Raider - Ein würdiger Abschluss der Reboot-Trilogie? - MDE|Gaming

Test: Shadow of the Tomb Raider – Ein würdiger Abschluss der Reboot-Trilogie?

Test: Shadow of the Tomb Raider – Ein würdiger Abschluss der Reboot-Trilogie?
Test: Shadow of the Tomb Raider – Ein würdiger Abschluss der Reboot-Trilogie?
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Mit Shadow of the Tomb Raider wird die Reboot-Trilogie abgeschlossen. Im dritten Teil steuern wir eine erwachsenere Lara Croft durch ein Abenteuer im peruanischen Dschungel. Das Setting ist gewohnt düster. Ebenfalls wie gewohnt sind der Geheimbund Trinity und deren Handlanger unsere obersten Feindbilder.

Als unsere Gegenspieler auf der Jagd nach einem Dolch sind, schaffen wir es, vor ihnen am gewünschten Punkt anzukommen. Leider denkt unsere Heldin, in einem schwachen Moment, nicht wirklich nach und nimmt den Dolch an sich. Dadurch werden unterschiedliche Katastrophen ausgelöst, an deren Ende der Weltuntergang wartet.

Somit wäre unsere Aufgabe geklärt. Ganz nebenbei sollen wir noch Trinity vernichten, den Tod unseres Vaters rächen, ein Dorf retten, Gräber erforschen und noch viel mehr.

An dieser Stelle finden wir den besagten Dolch.

Der Dschungel von Peru

Unsere Reise beginnt in Mexiko. Dort lernen wir auch unseren Erzfeind, Doktor Dominguez, kennen. Genau an diesem Ort verliert unsere Archäologin den Dolch. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Die erste Naturkatastrophe wurde derweil heraufbeschworen und hat das ganze mexikanische Dorf unter sich begraben.

Als die kluge Miss Croft mit ihren Gedanken spielt, wird klar, dass wir Trinity den Dolch sowie die silberne Schatulle in Peru finden werden. Kurzerhand reist Lara und ihr ständiger Begleiter Jonah mit dem Flugzeug nach Peru. Die zweite Naturkatastrophe lässt nicht lange auf sich warten, unser Flugzeug wird in seine Einzelteile zerrissen und stürzt ab.

Wir starten bei Null

Nun öffnet sich die Spielwelt in Shadow of the Tomb Raider für uns. Nach einer kurzen Orientierung, entdecken wir das Wrack des Flugzeugs. Immerhin erhalten wir nun unseren Bogen und bald darauf bauen wir auch ein erstes Messer für den Nahkampf. Wir entdecken die Leiche des Piloten, zu allem Überfluss haben wir auch noch Jonah verloren.

Für den Jaguar sehen wir wohl sehr appetitlich aus.

Lara muss nun alleine klarkommen, zumindest kurzfristig aber das wird ein schwieriges Unterfangen. Ähnlich wie im Vorgänger müssen wir mit feindlicher Fauna rechnen.

Neben Jaguaren, siehe Screenshot darüber, treffen wir auch noch auf Moränen und wütende Piranhas.

Vom Noob zum Pro

In Shadow of the Tomb Raider können wir unsere Heldin mit Hilfe von drei Skilltrees stärken. Diese unterteilen sich in drei Richtungen. Zur Verfügung stehen uns Krieger, Sucher und Sammler. Im Krieger-Baum lernen wir vor allem neue Angriffe kennen und schalten weitere Upgrades für die Waffen frei. Unter Sucher erhalten wir mehr Rohstoffe und können Tiere besser aufspüren. Im Sammler-Reiter finden wir fieses Zeug wie Fallen und Gifte.

Aber nicht alle Fertigkeiten können durch Erfahrungspunkte und den damit verbundenen Levelaufstiegen freigeschaltet werden. Einige davon müssen wir an Schreinen lernen, die wir meist in Höhlen oder Gräbern finden. Es zahlt sich also aus, die Umgebung zu erkunden und die Augen offen zu halten.

Waghalsige Aktionen, mit fantastischen Ausblicken, stehen an der Tagesordnung.

Etliche Outfits und Waffen

Wie schon bei den beiden Vorgängern ist auch bei Shadow of the Tomb Raider das Crafting enorm wichtig. Immer wieder lernen wir neue Rezepte um unterschiedliche Outfits herstellen zu können. Diese sehen nicht nur optisch frisch aus, sondern verleihen Miss Croft auch unterschiedliche Vorteile. So können wir Nahkampfattacken besser wegstecken, erhalten Erfahrungsboni auf der Jagd oder wir bewegen uns leiser durch den Dschungel.

Natürlich können wir auch wieder unsere Meinungsverstärker verbessern. Aus den anfänglich „schwachen“ blauen Bohnenverteilern formen wir so mächtige Waffen. In fünf Kategorien [Schaden, Präzision, Feuerrate, Nachladetempo und Munitionskapazität) können wir unsere Waffen verstärken. Dazu benötigen wir natürlich unterschiedliche Materialien, die wir in der offenen Spielwelt finden.

Im Spielverlauf treffen wir auf diese unheimlichen Eingeborenen.

Meist benötigen wir für die höchste Stufe unserer Ausrüstung ein außergewöhnliches Material. Um dieses zu erhalten müssen wir besondere Tiere finden, erlegen und häuten.

Herausforderung für jeden Spielstil

Anfänger können sich das Leben auch ungemein erleichtern. In dieser Einstellung werden alle Hotspots angezeigt.

Shadow of the Tomb Raider wird Einsteigern als auch Profis gerecht. Das Spielerlebnis ist in etlichen Schwierigkeitsstufen anpassbar. Besonders angenehm ist die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad auch während des Abenteuers umstellen zu können.

Wir können die Gesamtschwierigkeit also unserem Können anpassen. Dazu gesellen sich drei weitere Einstellungen für den Kampf, die Rätsel sowie die Kletterpassagen. Profis deaktivieren alle Hilfen und kämpfen sich so durch das Abenteuer.

Wem das noch immer zu leicht ist, kann nach dem Abschluss der Kampagne, den „New Game+“-Modus aktivieren. Hierbei bleiben uns alle erspielten Outfits, Waffen sowie Fähigkeitspunkte erhalten. Außerdem bekommen wir Zugriff auf besondere Waffen und können Lara mit weiteren Fähigkeiten spezialisieren.

Ausflug in die Vergangenheit

Croft Manor als kindliche Übersichtskarte.

Während unseres Abenteuers besuchen wir auch unser Zuhause Croft Manor. Dort lernen wir unsere liebevolle Familie kennen. Aber auch deren Probleme und natürlich erleben wir auch den Mord an unserem Vater.

Sogar eine Mission dürfen wir hier absolvieren. Dazu springen wir in die junge Lara und erkunden das Anwesen. Wir stoßen auf waghalsige Kletterpassagen, um unterschiedliche Dinge, der ebenfalls verstorbenen Mutter zu finden.

Ein kleines Bild spielt dabei eine besondere Rolle. Dieses von Hand gezeichnete Bild ist auch im Outro, nach dem eigentlichen Abspann, zu sehen. Man könnte es als Hinweis auf den nächsten Teil interpretieren. Dieser sollte dann etwas mit Ägypten und Dinosauriern zu tun haben.

Mehr Rätsel, mehr Stealth

Hier sehen wir den Endkampf gegen Doktor Rodriguez. Dieser hat es in sich.

Shadow of the Tomb Raider orientiert sich etwas mehr an den alten Serienteilen der Franchise. Meist ist die ruhige und bedachte Vorgehensweise trumpf. Wir schleichen uns mit Miss Croft durch das Unterholz, bedecken unseren Körper mit Schlamm und schlagen dann aus dem nichts zu – Rambo lässt grüßen.

Besondere Kombos können wir erlernen und problemlos ausführen. Beispielsweise können wir mehrere Gegner mit Takedown-Ketten über den virtuellen Jordan schicken. Oder wir machen einen auf Predator und knüpfen unsere Opfer an Bäumen auf. Auch Mehrfach-Abschüsse mit Pfeil und Bogen sind möglich.

Lara muss sich opfern um die Welt zu retten.

Doch keine Sorge, natürlich gibt es auch genügend actionreiche Passagen wo wir auftreten wie der Terminator höchstpersönlich. Vor allem als es um Jonah schlecht gestellt ist, sieht man was passiert, wenn Lara gereizt wird. Eine der beeindruckendsten Szenen des Titels.

Fazit:

Shadow of the Tomb Raider ist ein rundum würdiger Abschluss für die Trilogie. Dieser Serienteil spielt sich etwas bedächtiger als seine beiden direkten Vorgänger aber das wollen wir gar nicht als Schwachpunkt verstanden wissen. Die Mischung aus Rätsel, Erkundung, Kampf, Crafting, Story und Spannung ist einfach großartig.

Einzig und allein der optisch schlichte Beginn fällt hier etwas aus der Reihe. Kleinere Neuerungen gibt es durchaus (Tarnung durch Schlamm) aber im Großen und Ganzen kennt man die Mechaniken mittlerweile aus dem Effeff. Für den nächsten Teil wünsche ich mir daher noch ein paar weitere Neuerungen und eine noch ältere Lara, die deutlich vom Leben gekennzeichnet wurde.

Bis dahin darf sie sich aber im kleinen Dörfchen Paititi in Peru ausrasten und endlich ihre innerliche Ruhe finden. Derweil spielen wir den „New Game+“-Modus und bringen alle Erfolge und Missionen auf 100% um dann frisch in Ägypten? durchzustarten.

Launch-Trailer:

Good

  • Lara in Höchstform
  • Erwachsene Story
  • Tolles Setting
  • Rätselpassagen wechseln sich geradezu perfekt mit Action-Einlagen
  • Crafting
  • Open World
  • Viele Geheimnisse

Bad

  • Bietet nicht viel neues
87
Grafik - 84
Sound - 86
Atmosphäre - 91
Umfang - 85
Steuerung - 89