Test: Song of Horror - Ein düsteres Lied - MDE|Gaming

Test: Song of Horror – Ein düsteres Lied

Protocol Games und Raiser Games schicken uns mit Song of Horror in ein atmosphärisches Horror-Abenteuer. Begleitet von einer mysteriösen Spieluhr, die allem Anschein nach, ein Lied aus der Hölle spielt startet unser Abenteuer.

Insgesamt warten fünf spannende Episoden auf uns, alles Weitere lest ihr in unserem Test.

Der Tod lauert überall

Bevor wir eine Tür öffnen sollten wir unbedingt lauschen ob sich dahinter eine Bedrohung befindet.

Der Storyaufhänger lautet wie folgt: Ein berühmter Schriftsteller und seine komplette Familie sind spurlos verschwunden. Wir schlüpfen (zu Beginn) in die Rolle eines Assistenten der sich auf dem Weg zu ihrem Zuhause machen soll. Dort angekommen erkunden wir das verlassene Anwesen und werden von bösen Geistern entführt.

In jeder einzelnen Episode stehen uns maximal vier unterschiedliche Charaktere (insgesamt 13) zur Auswahl. Geht einer von ihnen über den virtuellen Jordan bleibt dieser auch tot – Permadeath lässt grüßen. Heißt im Klartext wir haben maximal vier Versuche um eine Episode zu beenden, schaffen wir das nicht müssen wir die Episode von vorne beginnen. Stirbt unser spielbarer Charakter hinterlässt er sein Inventar in der Spielwelt, das gesammelte Zeug können wir aber problemlos mit dem nächsten Charakter aufsammeln.

Freund oder Feind?

Spielmechanisch erwartet uns in Song of Horror eine Mischung aus düsterer Atmosphäre, 3D-Umgebungen, knifflige Rätsel, Quicktime-Events und eine bösartige Geschichte.

Episode 1

In der ersten Episode von Song of Horror erkunden wir logischerweise das Anwesen der Schriftstellerfamilie um den verlorenen Assistenten zu finden und zu befreien. Je nachdem welchen Charakter wir wählen, erfahren wir teilweise andere Teile der Geschichte oder können mit Gegenständen anders interagieren. Außerdem hat der gewählte Held direkten Einfluss bei den Auseinandersetzungen mit den unterschiedlichen Monstern bzw. Geistern.

Um die Rätsel lösen zu können, gilt es, aufmerksam durch die Spielwelt zu streifen.

Somit spielt sich jeder Spieldurchlauf etwas anders aber das große Ganze bleibt unterm Strich gleich. Die Schauplätze an sich sind recht groß und komplex gestaltet, hier hilft die nützliche Karte als Orientierungsmittel. Auf dieser erspähen wir Verstecke, versperrte Türen und die Plätze der Rätsel.

Episode 1 bildet einen gelungen und stabilen Start in das Horror-Adventure.

Episode 2

Durch die jederzeit aufrufbare Karte fällt die Orientierung einfach.

Episode 2 von Song of Horror beginnt in einem Krankenhaus. Durch Kombinationsgabe klärt sich unser nächstes „Ausflugsziel“, wir durchsuchen einen uralten Antiquitätenladen und die angrenzenden Wohnungen. Der Besitzer des Ladens ist nämlich auch deren Vermieter.

Wir begegnen neuen Monstern und diese haben es durchaus in sich. In Episode 2 sind uns direkt drei Charaktere gestorben, das liegt aber vor allem am Design dieses Abschnittes. Oft ist nicht klar wohin wir als nächstes gehen müssen um voran zu kommen – Try and Error lautet die Devise.

In dieser Dunkelkammer gilt es Luminol herzustellen um Blut sichtbar zu machen.

Am Ende der Episode können wir die verfluchte Spieluhr endlich ihrem Besitzer überbringen, damit sollte sich eigentlich Normalität einstellen. In der gleichen Nacht erfahren wir das dem definitiv nicht so ist…

Episode 2 nervt vor allem mit dem Rätseldesign und den gefühlt 300 verschiedenen Schlüsseln.

Episode 3

Mit Dias und diesem Projektor öffnen wir einen Weg in die Parallelwelt.

Episode 3 von Song of Horror versetzt uns in ein altes Archiv wo wir weitere Hinweise finden müssen um den Aufenthaltsort des berühmten Schriftstellers Sebastian P. Husher zu erfahren.

Verzweifelt klammert sich unsere Gruppe an ein paar vereinzelte Hinweisfetzen. Letztlich führt uns unser Weg in eine große Bibliothek.

Diese Episode glänzt durch hervorragendes Design und anspruchsvolle aber schlüssige Rätsel. Der Weg ist immer klar ersichtlich, so kann es gerne weitergehen.

Episode 4

In dieser Episode untersuchen wir eine Abtei, ein angrenzendes Kloster sowie einen absolut düsteren Friedhof als auch ein Tunnelsystem. Das Level ähnelt der Größe von Episode 2 ist aber super aufgebaut. Stets weiß man was als nächstes folgt, welches Rätsel man lösen muss und wohin die Reise letztlich gehen muss.

Mit einem Spiegel und einer Lampe vernichten wir die fiesen Gestalten.

Erstmals übernehmen wir die Rolle des Schriftstellers Sebastian P. Husher aber dieser Ausflug dauert nicht wirklich lange. Wir schlüpfen somit in weitere Charaktere und versuchen ihn zu finden und sein Leben zu retten.

Episode 4 ist großartig und bereitet den Weg für das große Finale.

Episode 5

Showdown, es wird persönlich! Von unserem Hauptprotagonisten Sebastian wird die Familie von der dunklen Präsenz bedroht und diese verdammte Melodie – wir bekommen sie einfach nicht mehr aus dem Kopf.

Unser alter Ego kann nicht mehr wirklich zwischen Realität und Halluzination unterscheiden. Wie passend das Episode 5 von Song of Horror in einer psychiatrischen Klinik beginnt.

Ob Hoffnung besteht, ob ein gutes Ende möglich ist, ob Sebastian sich oder zumindest seine Familie retten kann, all das verraten wir natürlich nicht das müsst ihr schon selbst beim Spielen herausfinden.

Launch-Trailer:

Fazit:

mEssE – alias Chefredakteur und Gründermitglied.

Wenn Episode 2 nicht so schwammig gestaltet (Schlüssel) und der Beginn von Episode 5 (Fotorätsel) nicht so nervig wären, Song of Horror hätte noch ein paar Spielspaßpunkte mehr auf dem Konto.

Abgesehen davon kann man aber nicht wirklich meckern, die Rätsel sind knifflig, die Puzzles schwierig aber Großteils fair gestaltet. Der Horror ist düster und weiß die Spannung aufrecht zu erhalten. Und das Ende ist schlicht großartig bösartig, Teil 2 kann direkt in Produktion gehen, ich würde mich darauf freuen.


Song of Horror findet man auf dem PC via Steam

Good

  • Gruselige Atmosphäre
  • Knifflige Rätsel
  • Fünf Episoden
  • Verschiedene Schauplätze
  • Deutsche Texte
  • 20 - 30 Stunden Spielzeit

Bad

  • Weiterer Weg manchmal nicht völlig klar
  • Steuerung bei Kameraschwenks teilweise nervig
  • Nur Englische Sprachausgabe
80.8
Grafik - 80
Sound - 82
Atmosphäre - 83
Steuerung - 77
Umfang - 82
In meinen Adern fließt Gaming :D

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Captcha * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Zur Werkzeugleiste springen