Test: The Spectrum Retreat! – Strategie-Puzzler mit leichten Schwächen - MDE|Gaming

Test: The Spectrum Retreat! – Strategie-Puzzler mit leichten Schwächen

Bei The Spectrum Retreat handelt es sich um einen Strategie-Puzzler der aus der Ego-Perspektive gespielt wird. Entwickelt wurde das Ganze von Dan Smith Studios unter dem Publisher Ripstone Games. Worum es genau in diesem Spiel geht klärt unser Review.

Ein Hotel voller Roboter?

Wir erwachen in unserem Bett im Penrose Hotel. Auf den ersten Blick wirkt alles ganz normal. Wir sehen uns kurz in unserem Zimmer um als es plötzlich an der Tür klopft.

Davor steht ein elegant gekleideter Roboter mit weißer Maske, der uns höflich darauf aufmerksam macht, dass im Hotelrestaurant bereits unser Frühstück auf uns wartet.

Also entschließen wir uns kurzerhand dazu dieser Bitte Folge zu leisten und verlassen unser Zimmer. Auf dem Weg zum Restaurant stellen wir fest, dass wir nicht wirklich viel machen können. Die anderen Zimmer, sowie alle anderen Bereiche des Hotels sind verschlossen. Einzig und allein der Weg zum Restaurant ist frei.

Langsam steigen in uns Zweifel auf ob hier wirklich alles mit rechten Dingen zugeht. Abgesehen von den Robotern mit ihren weißen Masken, die leicht unheimlich wirken, ist das Hotel nämlich menschenleer.

Endlich im Restaurant angekommen, werden wir von einem weiteren Roboter höflich zu unserem Platz gewiesen. Auch hier ist kein anderer Mensch zu sehen. Doch was ist das? Auf dem Weg zu unserem Platz entdecken wir auf einmal getrocknete Blutspuren auf dem Teppich.

Wir lassen uns nichts anmerken uns setzen uns hin. Was ist hier eigentlich los? Wir wissen nicht wie wir in diesem Hotel gelandet sind, was wir hier eigentlich machen und können uns noch nicht mal an unseren Namen erinnern.

In dem Moment klingelt unser Handy. Wir heben ab. Auf der anderen Seite ist eine Frauenstimme zu hören die scheinbar ziemlich aufgeregt ist. Sie erklärt uns, dass wir gegen unseren Willen in diesem Hotel festgehalten werden und wir der Belegschaft auf keinen Fall unser Handy zeigen dürfen. Sie verspricht uns zu helfen um aus dem Hotel zu entkommen.

Um das zu bewerkstelligen müssen wir pro Stockwerk die sogenannten „Authentifizierungsaufgaben“ lösen um uns so schrittweise bis auf das Dach des Hotels durchzukämpfen wo wir dann scheinbar diesem Albtraum entrinnen können.

Pro Stockwerk gibt es jeweils eine Tür mit Zahlencode. Zuerst müssen wir aber den Code knacken, um danach die jeweilige „Rätselebene“ betreten zu können. Die einzige Hilfe beim Aufspüren des Codes ist dabei die Frauenstimme aus dem Handy. Sie gibt uns Hinweise auf was wir achten und wonach wir jeweils Ausschau halten müssen.

Endlich den Code geknackt!

Nach erfolgreicher Eingabe des ersten Codes können wir endlich die erste Rätselebene betreten. Hier geht es nun darum, durch logisches Denken und Kombinieren, die verschiedenen Farbrätsel zu lösen um uns so einen Weg durch das jeweilige Labyrinth zu bahnen. Hierbei müssen wir auf die Farbe der verschiedenen Würfel Acht geben. Ändert man die Farbe eines Würfels wird auch die jeweils gleichfarbige Wand passierbar oder eben nicht.

In späteren Abschnitten werden die Rätsel immer komplexer. Hat man es am Anfang noch mit nur zwei Farben zu tun, so kommen in Laufe des Spiels immer weitere Farben hinzu. Auch die Level selbst werden immer anspruchsvoller. Bald muss man nicht nur auf Wände achten, sondern auch auf Brücken, Teleporter, verschiedene Ebenen und vieles mehr.

Unterwegs werden wir immer wieder mit visuellen bruchstückhaften Erinnerungen konfrontiert. So finden wir zum Beispiel Texte, die scheinbar Auskunft über unsere Vergangenheit liefern.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Authentifizierungsaufgaben einer Ebene gelangen wir wieder ins Hotel zurück. Hier stellen wir fest dass sich die Umgebung sowie das Verhalten der Roboter leicht verändert haben. Diese Veränderungen werden nach jeder abgeschlossen Ebene immer offensichtlicher und auch die Roboter wirken irgendwie immer bedrohlicher.

Trailer:

Fazit:

The Spectrum Retreat ist ein Strategie-Puzzler den man aus der Ego Perspektive spielt. Uns gefällt, dass der Schwierigkeitsgrad in den einzelnen Level stetig zunimmt und uns vor immer neue und komplexere Rätsel stellt, die wir nur durch logisches Denken und Kombinationsgabe lösen können.

Was uns nicht so gefallen hat ist ein deutlicher Bruch zwischen den Rätselabschnitten und den Abschnitten, die wir im restlichen Hotel verbracht haben. Hier ist der Übergang unserer Meinung nach nicht so fließend und nimmt der ganzen Geschichte somit einiges an Spannung. Weiters sind auch die Interaktionen im Hotel ziemlich begrenzt und die Laufwege wiederholen sich des Öfteren. Es gibt auch keine deutsche Sprachausgabe. Dies finden wir aber nicht weiter schlimm, da die englische Sprachausgabe sehr gelungen ist.

Alles in Allem ist The Spectrum Retreat ein ganz solides Logik-Puzzlespiel. Wer über die etwas langweiligen Hotelabschnitte hinwegsehen kann wird an diesem Spiel sicher seine Freude haben und für ein paar Stunden mit kniffligen Rätsel beschäftigt sein.


The Spectrum Retreat gibt es für Steam, Playstation 4, Xbox One und Nintendo Switch

Good

  • Gute englische Sprachausgabe
  • Komplexe Farbrätsel

Bad

  • Keine deutsche Sprachausgabe
  • Ziemlich begrenzte Interaktionen im Hotelmodus
  • Laufwege im Hotel wiederholen sich
80
Grafik - 75
Sound - 80
Atmosphäre - 88
Steuerung - 89
Umfang - 68