Mehuman Games und Toplitz Productions haben Vampires: Bloodlord Rising in den Early Access entlassen. Ursprünglich hieß der Titel Vampire Dynasty und im Prinzip könnt ihr genau das erwarten, einen Ableger der Dynasty-Reihe der aber mehr Wert auf seine Story legt. Kennt ihr also beispielsweise Medieval-, Sengoku– oder Wild West-Dynasty, wisst ihr ziemlich genau was euch hier erwartet.
Ob das Spiel euren Blutdurst stillen kann und was euch zum EA-Start alles erwartet, lest ihr nun in unserem EA-Preview mit Wertungstendenz.
Fressen oder Verwandeln?
Vampires: Bloodlord Rising können wir alleine oder alternativ zu viert im Online-Koop erleben. Der Hauptcharakter Dragos erwacht einsam und allein in einer sonst verlassenen Krypta. Eine mysteriöse Stimme, die anscheinend nur er hören kann, hat ihn erweckt. Wir öffnen also unseren Sarg und treten anschließend in die Spielwelt. Direkt im Anschluss erlernen wir die grundsätzlichen Spielmechaniken. Wir sammeln erste Ressourcen, führen erste Kämpfe gegen die Inquisition und kümmern uns um unseren Blutdurst.

Über die Spielwelt sind Lager der Inquisition verteilt. Hier kommt es zum Kampf gegen die kirchlichen Schergen. Der Lohn der Mühen sind Loot und oft auch ein blauer Kristall – der gewährt uns leckere Fähigkeitenpunkte.
Um unseren Durst zu stillen können wir beispielsweise Hirsche, Rehe, Hühnchen oder Hasen leersaugen. Anschließend erhalten wir von den toten Tieren auch Loot wie zum Beispiel Lederfetzen, Knochen oder Herzen. In weiterer Folge begegnen wir einem ersten Dorf. Die Anwohner erkennen uns natürlich sofort als Vampir, also ist es klug, wenn wir uns an ihnen vorbeischleichen. Bereits nach einer kurzen Spielzeit, erhalten wir die Funktion der Formverwandlung. Wir können uns also fortan als „Mensch“ tarnen.
Ab diesem Zeitpunkt haben wir bereits unseren Bauplatz für die Basis gefunden und nun benötigen wir Hilfe um unser Reich des Schreckens aufzubauen. Deshalb ist es klug, die Dorfbewohner nicht leer zu saugen (töten), sondern sie in Diener zu verwandeln. Unsere Vampirdiener können wir dann unterschiedliche Aufgaben zuteilen. Sie sammeln Rohstoffe für uns, bauen unsere Basis auf – wir können Blaupausen aus dutzenden Teilen in die Spielwelt setzen – und wir können sie an die einzelnen Werkstätten setzen an denen sie dann fortan für uns arbeiten. Über ein Inventar verfügen unsere Diener auch. Wir können ihnen ein Gewand (unterschiedliche Boni) und ein zu ihrem Job passendes Werkzeug ausrüsten. Dadurch arbeiten sie schneller und effektiver.
Insgesamt vier Burgen
Neben unserer eigenen Burg, die wir nicht frei in der Spielwelt bauen dürfen, ist es unsere Aufgabe in Vampires: Bloodlord Rising, drei weitere Burgen zu errichten. Das können wir ebenfalls unsere Diener erledigen lassen. Da dieser Vorgang aber arg lang dauert, haben wir manuell eingegriffen und zusätzlich Ressourcen gefarmt und weiterverarbeitet. Leider lassen sich nicht alle Ressourcen zügig abbauen da es nicht viele Abbauplätze dafür gibt.
Der Lohn der Mühen sind zusätzliche Steuereinnahmen die wir bei der jeweiligen Burg eintreiben können und unsere Diener können in jedem befreiten Biom die dort ansässigen Ressourcen sammeln und sie anschließend nach Hause bringen. Durch den Aufbau der Burgen wird auch die Story vorangetrieben. Ich habe rund dreizehn Stunden benötigt um das aktuelle Ende des Early Access-Inhalts zu erreichen. Dabei erlebt ihr allerhand schaurige In-Game-Gespräche.

Hier seht ihr das Innenleben unserer bestens ausgebauten Burg. Neben dem zu sehen Bodengeschoss, gibt es noch einen ersten Stock und rechts und links spezielle Anbauten für unsere Särge.
Unseren Dragos können wir außerdem anpassen, optisch leider nicht aber dafür mit vier Ausrüstungsgegenständen. Mit verschiedenen Tränken können wir ihn außerdem kurzfristig buffen. Es lassen sich zwar verschiedene Edelsteine finden aber damit anfangen können wir noch nichts. Wir gehen einfach mal frech davon aus, dass wir die Edelsteine für Schmuckstücke benötigen werden. Der Slot ist nämlich schon zu sehen aber ausrüsten können wir darin noch nichts.
Überall in der Spielwelt lassen sich blaue Kristalle finden. Die entdecken wir beispielsweise in feindlichen Lagern der Inquisition oder hinter versperrten Türen bei Höhleneingängen. Diese Eingänge öffnen wir, indem wir vor der Tür Blut spenden. Durch die blauen Kristalle erhalten wir Fähigkeitspunkte und können so neue Fertigkeiten erlernen. Beispielsweise können wir uns kurz unsichtbar machen oder wir verwandeln uns in eine Fledermaus und erkunden luftige Höhen.
Early Access-Launch-Trailer:
Fazit:
Vampires: Bloodlord Rising startet stabil in den Early Access. Fans des bekannten Dynasty-Spielprinzips sollten sich den Titel vormerken. Der Fokus liegt dieses Mal aber eher auf der Story den auf der reinen Verwaltung unserer Siedlung.
Die Entwickler haben aber noch genug zu tun und zu optimieren um die kleineren Bugs und Darstellungsfehler auszumerzen. Vor allem das die Diener nicht immer ihrer Arbeit nachgehen, weil sie in irgendeiner Wand hängen, nervt dann doch arg. Die Biome dürften außerdem mehr gefüllt sein. Abseits davon aber ein stabiler Start.
Vampires: Bloodlord Rising findet ihr auf dem PC via Steam als Early Access-Variante.

