Test: Warhammer Chaosbane - Eine Alternative zu Diablo 3? - MDE|Gaming

Test: Warhammer Chaosbane – Eine Alternative zu Diablo 3?

Mit Warhammer Chaosbane betritt ein neuer Herausforderer das umkämpfe Action-RPG-Genre. Die Platzhirsche Diablo 3, Grim Dawn und Path of Exile beherrschen hier aus guten Gründen den Markt.

Kann sich der „Indietitel“ dagegen durchsetzen? Was macht der Warhammer-Ableger gut? Was eher schlecht?

Das und Mehr klären wir in unserem Test.

Vier Helden sollt ihr sein

Warhammer Chaosbane bietet uns vier unterschiedliche Helden, die da wären: Imperialsoldat, Hochelfmagier, Slayer und Waldelf-Kundschafter. Der Imperialsoldat kämpft bevorzugt mit Einhandwaffe und Schild, er ist also quasi der Paladin welchen wir als Tank verwenden. Der Slayer ist ein Zwerg und zieht mit zwei Nahkampfwaffen in den Kampf.

Abgerundet wird die Truppe mit zwei Fernkämpfern. Der Hochelfmagier bedient sich bei mächtigen Zaubersprüchen. Der Waldelf hingegen agiert mit Pets oder Fallen.

In einer 4er-Gruppe erweist sich jeder Held als sinnvoller Verbündeter. Spielerisch bevorzugen wir den Waldelf und den Imperialsoldaten. Die Fähigkeiten der beiden Helden lassen uns besonders schnell ins Gefecht stürmen oder daraus verschwinden. Besonders der Kundschafter verbreitet mit seinen Pets gute Laune.

Hier befinden wir uns gerade im finalen Bosskampf.

Tolles Skillsystem

Ohja … ein erster, richtig epischer Gegenstand wurde gefunden.

Die Fähigkeiten, Skills und passiven Attribute können wir in Warhammer Chaosbane flink wechseln – ähnlich also wie in Diablo 3. Jeder Held verfügt über eigene Fähigkeiten die über das Charakterlevel freigespielt werden. Für das Erledigen von Missionen oder Quests erhalten wir Fähigkeitspunkte. Diese können wir dann in unsere Fähigkeiten investieren.

Desto mehr Punkte wir angehäuft haben, desto bessere Skills können wir ausrüsten und desto höher können wir den Schwierigkeitsgrad stellen um besseren Loot abzugreifen. Das Gute daran, diese Punkte gelten charakterübergreifend, sind also für alle vier Helden verfügbar.

Grundsätzlich verfügen wir über zwei Standardangriffe, vier aktivierbare Fähigkeiten, über eine „Ultimative Angriffsleiste“, als auch sechs passive Ausstattungsplätze. Die ultimative Attacke wird via Kampf und das aufsammeln von roten „Punkten“ gefüllt. Mit einem Tastendruck können wir die Ulti dann aktivieren und zwischen insgesamt sechs weiteren Angriffen – wenn wir sie den schon freigespielt haben – auswählen.

Der göttliche Baum

Im krassen Gegensatz zum sonst übergreifenden Fähigkeitensystem steht „Der Gottfertigkeiten-Baum“, dieser ist für jeden Helden eigens zu steigern.

Die dazu benötigten Punkte verdienen wir uns ebenfalls durch Abschlüsse von Missionen. Die dafür benötigten Steine, vier verschiedene Farben, werden von besiegten Gegner fallengelassen. Die Steine können beim Händler in die gewünschte Farbe transformiert werden.

In diesem Skilltree schalten wir uns weitere mächtige Boni wie zusätzlichen Schaden, mehr Leben, erhöhte Rüstung, Rüstungsdurchdringung und Co. frei. Zudem werden hier weitere spezielle Attacken und passive Fertigkeiten geboten um unseren Charakter zu perfektionieren.

Vier Storyakte

Hier sehen wir die zu bereisende Spielwelt.

In Warhammer Chaosbane erleben wir insgesamt vier Akte, die Story weiß zu unterhalten auch wenn sie keine Bäume ausreißt. Im ersten Akt bereisen wir Nuln, dort reisen wir vornehmlich durch Kanalisationen und Festungen. Im zweiten Akt reisen wir nach Praag, welches sich im Wesentlichen nicht wirklich von Nuln unterscheidet.

Im dritten Akt wird es winterlich, dort ziehen wir durch den „Frozen Forest of Knives“. Im abschließenden vierten Akt, der sich optisch am deutlichsten unterscheidet und unserer Meinung nach auch am meisten Spaß macht, betreten wir das Land der Chaos.

Hier attackieren wir gerade mit unseren ultimativen Fähigkeiten.

Was können wir sonst noch tun?

Die Reliquienjagd gibt es in drei Qualitätsstufen. Um sie durchführen zu können, benötigen wir je nach Stufe eine gewisse Menge an Gold.

Im Endgame geht Warhammer Chaosbane leider recht schnell die Luft aus. In „Boss Rush“ kämpfen wir, wie es der Name bereits klarmacht, nur gegen die dicken Bossgegner des jeweiligen Aktes.

Unter „Expedition“ bereisen wir ein zufälliges Level und befreien es von unterschiedlichen Monstern. Die „Reliquienjagd“ ist der mit Abstand spannendste Teil, der aktuell geboten wird.

Die Jagd selbst gibt es in drei unterschiedlichen Stufen, je nachdem was unser Goldbeutel zulässt. Diese Level sind länger als die oben genannten Optionen und am Ende wartet eine richtig fette Beutekiste darauf, von uns geöffnet zu werden.

Ausblick auf die kommenden Features:

Wie man im Video darüber sehen kann haben die Entwickler noch so einiges in Arbeit um mehr Endgame-Content bieten zu können, aktuell ist das Ganze aber dann doch recht mau.

Kleinere Bugs

Im Singleplayer sind uns keinerlei Fehler aufgefallen, umso verwunderter waren wir über den Multiplayer-Modus. Wir üblich können wir als 4er-Gruppe durch die Spielwelt von Warhammer Chaosbane ziehen.

Das macht auch grundsätzlich sehr viel Spaß wenn da die ganzen Bugs nicht wären. Wir haben Glitches erlebt, abstürzende Spielesessions und diverse Anzeigebugs die das ganze Bild kurzzeitig blockierten – hier haben die Entwickler also noch Arbeit vor sich.

Fazit:

mEssE – alias Chefredakteur und Gründermitglied.

Eigentlich hatte ich viel Spaß mit Warhammer Chaosbane, Genre-Fans können definitiv zugreifen. Das schnelle Gameplay, die lässigen Klassen und die vielen Optionen, meinen Helden an meine Spielangewohnheiten anzupassen, sorgen mächtig für Laune.

Dagegen stehen die sich schnell wiederholenden Level, das quasi nicht vorhandene Endgame und die Bugs im Multiplayer-/Koop-Modus. Die Entwickler arbeiten offensichtlich daran, man kann nur hoffen das die Käufer dann noch da sind wenn alles rund läuft.


Warhammer Chaosbane gibt es auf dem PC, XBox One und PS4 via Amazon oder MMOGA

Good

  • 4 unterschiedliche Charaktere
  • Schnelles Gameplay
  • Coole Bosse mit unterschiedlichen Phasen
  • Viele Schwierigkeitsgrade

Bad

  • Sich schnell wiederholende Level
  • Online-Multiplayer noch ziemlich bugbehaftet
  • Deutsche Übersetzung nicht vollständig
80
Grafik - 83
Sound - 84
Atmosphäre - 83
Steuerung - 75
Umfang - 75