Overwatch - Die neue Shooter-Generation bei uns im Test - MDE|Gaming

Overwatch – Die neue Shooter-Generation bei uns im Test

Overwatch – Die neue Shooter-Generation bei uns im Test

Mittlerweile haben wir genügend Zeit mit Overwatch verbracht um den Helden-Shooter im Test auf den Prüfstand zu stellen. Die internationale Presse überschlägt sich förmlich mit Lobeshymnen, der Hype ist unglaublich, das Spiel verkauft sich wie geschnitten Brot – hat Blizzard hier tatsächlich die nächste Generation der Shooter geschaffen? Unser Review klärt euch auf.

Shooter, Moba oder FPS?

Doch was ist Overwatch eigentlich geworden? Ein Moba-Shooter, ein Shooter-Moba oder doch ein lupenreines FPS? Blizzard hat hier quasi ein „neues“ Genre gegründet das wir Helden-Shooter nennen aber unterm Strich ist es ein First-Person-Shooter geworden der vollends auf den Multiplayer-Modus setzt. Der Unterschied zu klassischen Shootern sind die Fähigkeiten der Helden und deren Ultimativer Angriff, kurz Ulti. Dieses Gameplay-Element leiht sich Overwatch aus dem Moba-Genre aber ansonsten gibt es hier nichts was den Begriff Moba mit dem Shooter verbindet. Falls ihr einen Shooter-Moba sucht seht euch Battleborn an und falls ihr einen Moba-Shooter sucht solltet ihr bei Paragon vorbeischauen.

Ohne Teamplay, kein Sieg!

Overwatch ist voll und ganz auf Teamplay ausgelegt, am meisten Spaß werdet ihr mit einer fixen Gruppe an Mitspielern haben. Je mehr gleichgesinnte Zocker ihr seid desto mehr rockt der Titel. Zudem empfehlen wir Teamspeak oder etwas Vergleichbares zu nutzen, die Absprache fällt dadurch viel einfacher und schneller aus als über den integrierten In-Game-Chat.

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Hier beispielsweise blocken wir mit dem Schild von Reinhardt die Schüsse der Gegner ab damit Bastion (das mobile Geschütz) aus vollem Rohr feuern kann. Zudem seht ihr im Screenshot gerade die Ulti (blaue Drachen) von Hanzo. Im perfekten Fall sieht so euer Teamplay aus und damit gewinnt ihr in der Regel das Match auch.

Spielt ihr mit einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe sieht das Ganze komplett anders aus. Ein Appell an alle Overwatch-Zocker, steckt euer Ego zurück und achtet auf die Teamzusammenstellung. Nur in einem ausgeglichenen Team (Schaden, Verteidigung, Heilung, Unterstützer) werdet ihr siegreich sein. Ein Spieler allein richtet hier gar nichts aus, Teamplay steht über allem. Wenn ihr das beherzigt werdet ihr auch in öffentlichen Gruppen sehr viel Spaß haben. Zum puren Rock mit dem eigenen Team reicht es aber nicht heran.

Die Ulti ist zudem ein äußerst mächtiger Angriff der mit Bedacht eingesetzt werden will. Diese ladet sich während des Zockens selbstständig auf, je mehr Gegner ihr ins virtuelle Nirwana schickt desto schneller wird die Anzeige gefüllt. Jetzt heißt es taktisch zu Denken um die Ulti nicht sinnlos zu verbraten. Ihr könnt sie ruhig für einen späteren Zeitpunkt aufsparen. Richtig eingesetzt kann diese Fähigkeit spielentscheidend sein und das komplette gegnerische Team auslöschen. Glaubt mir eines es gibt nichts geileres als einer perfekt positionierte Ulti und meist dürfen dann alle Spieler dieses Highlight nach dem Match nochmals genießen. Die epischste Aktion wird nach dem Match nämlich als Highlight präsentiert. Das kann eine komplette Auslöschung des Gegnerteams sein oder eine komplette Wiederbelebung des eigenen Teams.

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Da wir gerade beim Thema Ulti sind, ihr könnt jederzeit in eurer Basis (Spawnpunkt des eigenen Teams) euren Helden wechseln. So könnt ihr flink auf Situationen reagieren und eure Strategie anpassen. Aber hier ist Achtung geboten wechselt ihr euren Helden setzt sich die Ulti-Anzeige auf null zurück. Heißt im Klartext, seid ihr nahe dran die Anzeige zu füllen wird nicht gewechselt da ihr sonst euren Fortschritt verliert.

Spielmodi und Karten

Insgesamt bietet Overwatch aktuell 12 Karten und 21 Helden, die Grundausstattung steht somit. Blizzard hat aber bereits angekündigt und bestätigt das weitere Karten sowie Helden kostenlos nachgeliefert werden. Zudem wird noch ein weiterer Spielmodus integriert der gewertete Ranglistenmatches möglich machen wird. Aktuell könnt ihr aus vier Arten der Spielführung wählen da hätten wir die Schnellsuche (Online), Spiel gegen die KI, benutzerdefiniertes Spiel (eure Regeln) und das wöchentliche Brawl (Arcade). Das Brawl hat sich Hearthstone zum Vorbild genommen, in diesem Modus herrschen immer ganz besondere Regeln welche das Gameplay wesentlich verändern. Ist ganz witzig und erhöht die Abwechslung aber diese Spiele fließen nicht in eure Statistik mit ein, was wir sehr schade finden. Beispielsweise sieht das dann so aus:

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Faire Mikrotransaktionen?

Overwatch ist in zwei Versionen erschienen da wären die digitale PC-Version die 40€ kostet und die Retail-Version namens Origins Edition welche sich um 60€ im Handel finden lässt. Sammler greifen natürlich zur Origins Edition die sich schön im Regal präsentieren lässt und erhalten zudem diverse digitale Boni wie: Heldenskins für Overwatch, Tracer für Heroes of the Storm, Haustier Baby Winston für WoW, einen Kartenrücken für Hearthstone, Mercys Flügel für Diablo 3 und Porträts für Starcraft 2. Die komplette Übersicht findet ihr hier auf der offiziellen Homepage.

Bei jedem Level-Aufstieg verdient ihr euch eine Lootbox. In dieser Box befinden sich vier Gegenstände die eure Helden verändern. Looten könnt ihr Helden-Skins, Emotions, Spray-Logos, diverse Sprüche für die Helden, Porträts für das Spielerprofil und In-Game-Gold. Das gute an diesem System ist das es kein Levelcap (Level-Höchstgrenze) gibt und ihr so ewig Lootboxen öffnen könnt bis euch die Finger abfaulen. Absolut alles das aus den Boxen droppt ist rein optischer Schnickschnack und hat keinerlei Einfluss auf das Gameplay, so soll es sein. Wie bereits erwähnt kann sich in den Lootboxen auch Gold befinden mit dem ihr dann gezielt eure jeweiligen Wünsche für eure Charaktere freischalten könnt. Zudem besteht die Möglichkeit sich Lootboxen gegen Echt-Geld zu kaufen, bedenkt aber dass der Inhalt zufällig ausgesucht wird. Unterm Strich ist es also nicht nötig zusätzlich Geld in die Hand zu nehmen. Folgende Pakete werden angeboten: 2 Stück, 5 Stück, 11 Stück, 24 Stück und 50 Stück, je nach Paket variieren die Preise. So sieht dann zum Beispiel ein neues Emote für die Heldin D.VA aus:

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Abwechslung ist Trumpf

Mittlerweile sollte es jeder wissen aber wir erwähnen es vorsichtshalber noch einmal, Overwatch bietet keinen Singleplayer beziehungsweise Story-Modus. Man hat sich bewusst auf den Multiplayer-Part des Shooters konzentriert. Wir konnten keine Input-Lags oder andere Schwierigkeiten ausmachen, selbst die Wartezeiten bei der Matchsuche sind kurz und eure Mitspieler sowie Gegner befinden sich (fast) immer auf eurem spielerischen Niveau. Besonders hervorheben möchten wir die geschmeidige Steuerung. Für diese hat sich Blizzard Hilfe gesucht und das bei niemand geringerem wie Treyarch. Treyarch ist jenes Studio das sich unter anderem für COD: Black Ops 1 bis 3 auszeichnet. Wir würden sogar so weit gehen die Steuerung von Overwatch als genauer und zielsicherer zu beschreiben als jene von Black Ops 3, diese fühlt sich etwas schwammig und hackelig im Vergleich hierzu an. Passend dazu spielt sich der Shooter mit Maus und Tastatur oder Controller hervorragend, hier wurde eine grandiose Arbeit verrichtet.

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Optisch schöpft Overwatch aus dem Vollen und bietet ordentlich Abwechslung. Wir besuchen Industrieanlangen, kämpfen auf einem Hochhaus, schnetzeln uns durch einen japanischen Garten, besuchen Hollywood, Mexiko und ein Gebirge. Am meisten Wiederspielwert bieten aber naturgemäß die Helden und hier haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet. Keiner der Helden ist sinnlos oder vollkommen über powert. Jeder einzelne hat seinen Sinn, es liegt eben am Spieler selbst diesen zu erkennen.

Grundsätzlich sind die Charakterklassen in vier verschiedene Arten unterteilt, die da wären Offensive und Defensive Helden sowie Tanks und Unterstützer. Viele davon sind aber nicht eindeutig zuzuordnen und bieten interessante Mischformen an. Eurem Team fehlt Damage pro Sekunde dann sollte jemand Junkrat oder Soldier: 76 auswählen den die zwei besitzen einen Schadensoutput aus der Hölle. Seid ihr mit diesen beiden Charakteren halbwegs eingespielt sind 20 Kills das absolute Minimum, im optimalen Fall befindet ihr euch zwischen 30 und 40 Kills pro Match – das rockt das Joghurt, kann ich euch sagen. Ebenfalls meist unterbewertet in den Spielerköpfen sind die Heiler, ohne Heiler wird es meist aber enorm schwer einen Sieg einzufahren. Wie gut das man bei Overwatch nicht nur heilen muss sondern auch mit diesen Charakteren ordentlich Schaden austeilen kann. Bestes Beispiel dafür ist der musikalisch begeisterte Lùcio oder Symmetra welche ein Portal für das ganze Team bauen darf um schnell an die Front zu reisen.

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Damit unser Team genug Schaden einstecken kann benötigen wir aber natürlich auch Tanks. Reinhardt ist ein Vollblut-Tank wie er im Buche steht. Aber auch hier gilt das Gleiche wie für die Heiler, der Schadensoutput kommt nicht zu kurz, für spielerische Abwechslung ist also gesorgt. Wer die anderen Tanks beherrscht und einen fähigen Heiler in seinen Reihen weiß ist nahezu „unkaputtbar“. Will heißen prallen die zwei Teams aneinander gilt es zuerst den Heiler zu vernichten, dann den Tank und erst dann den Rest.

Der Rest klingt etwas abwertend dem ist aber nicht mal ansatzweise so, frag nach bei der Sniper-Königin Widowmaker oder bei der unglaublich schnellen, flinken und als Gegnerin unfassbar nervigen Tracer. Für uns hat sich die Eisprinzessin Mei zu einem Geheimfavoriten entwickelt, ein genialer Charakter um zu Supporten. Sie friert kurzerhand ihre Gegner zu Eisblöcken, zieht dahinter eine Eiswand auf und schon kann euer Team in aller Ruhe die Gegner zu Brei klopfen. Hier und jetzt alle Charaktere genauestens zu beschreiben würde unseren Test sprengen, wir halten fest – geniale Charaktere, super Abwechslung, alles gut.

Spielspaß:

Fazit:

Bei Overwatch kann man nicht viel herum Meckern, die Kleinigkeiten an denen wir herum motzen können sind geradezu lächerlich. Die Steuerung – erste Sahne, die Grafik – Optimal, das Gameplay und das Teamgefühl rocken sprichwörtlich die Bude. Wie aber bei jedem Multiplayer-Shooter kann es mitunter nervig werden wenn man nur Noobs zugelost bekommt, deshalb liebe Leser und Freunde spielt teamtauglich. Die Spielmodi Auswahl ist noch recht dürftig aber hier wird Blizzard kostenlos nachbessern, also klauen sie uns auch noch diese Kritik vor der Nase weg. Mokieren könnte man den fehlenden Singleplayer-Modus mit Story aber hey lieber einen nahezu „perfekten“ Multiplayer-Spielmodus als ein durchschnittliches Komplettpaket. Das Zockerjahr 2016 ist einfach wundervoll, das hier ist der nächste Pflichtkauf!

In meinen Adern fließt Gaming :D

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