Test: Tales of the Neon Sea - Cyperpunk-Krimi in Pixel-Optik - MDE|Gaming

Test: Tales of the Neon Sea – Cyperpunk-Krimi in Pixel-Optik

Mit Tales of the Neon Sea präsentiert uns das chinesische Indie-Entwicklerteam vom Palm Pioneer ein klassisches 2D-Adventure mit Point & Click-Elementen und vielen Rätseleinlagen in einer hübsch inszenierten Cyberpunk-Welt mit skurrilen Charakteren.

Ob die verschiedenen Spielmechaniken miteinander harmonieren und das Ergebnis noch Laune macht lest ihr in unserem Test.

Worum geht es eigentlich in dem Spiel?

Wir spielen Rex, einen in die Jahre gekommenen Ex-Cyborg-Polizist, der seinen Lebensunterhalt nun als Privatdetektiv bestreitet. Er lebt in einer Cyberpunk-Metropole in der die Missstände zwischen Menschen und Robotern immer größer werden und die Koexistenz der zwei Spezies problematische Ausmaße annimmt.

Das Ganze wird noch dadurch verstärkt, dass die Stadt durch die Wahlkämpfe der Vertreter der konservativen Anti-Roboter-Front und der Befürworter der Roboter in zwei politische Lager gespalten ist. Dann sehen wir mal wie wir da hineinpassen.

Willkommen im Tutorial!

Wir starten unser Spiel gleich in einer Art „End Game-Scene“ und werden auch schon prompt von einem Dämon gejagt. Schnell müssen wir die richtigen Tasten auf unserem Controller drücken, um vor ihm zu flüchten und nicht schon in den ersten Sekunden nach dem Spielstart zu sterben. Damit sind wir auch schon mitten im Tutorial gelandet.

Während wir versuchen dem Dämon zu entkommen werden wir mit den verschiedenen Möglichkeiten des Spiels vertraut gemacht. Wir lernen nicht nur wie wir rennen können, sondern auch wie man mit der Umgebung interagieren oder auf das Inventar zugreifen kann.

Nachdem wir das Tutorial erfolgreich abgeschlossen haben beginnt das eigentliche Spiel, einige Zeit vor unserer furiosen Flucht.

Wer weckt mich denn da?

Die Story beginnt als wir unsanft von unserem Hilfsroboter aus den Träumen gerissen werden. Nachdem wir uns kurz, in unserer Wohnung umgesehen haben, stehen wir auch schon der ersten Aufgabe gegenüber. Unser Hilfsroboter hat technische Probleme und so durchsuchen wir unser Appartement nach Ersatzteilen um ihn wieder zum Laufen zu bringen. Während unserer Suche, stolpern wir immer wieder über verschiedene kleine Rätsel, die es zu lösen gilt um in Tales of the Neon Sea voranzukommen.

Nachdem wir unseren Roboter wieder erfolgreich aktiviert haben, können wir zum ersten Mal unsere Wohnung verlassen um uns in der Cyperpunk-Metropole umzusehen. Hier können wir mit verschiedenen Charakteren sprechen, aber auch diverse Plakate und andere Infos lesen, die uns über die politischen Missstände der Stadt aufklären.

Ruft mal jemand CSI an?

Während wir also so durch die Straßen der Metropole spazieren, stolpern wir auch schon über unseren ersten Fall. In einer Seitengasse wurde die Leiche einer alten Frau entdeckt.

Schon machen wir uns daran den Fall aufzuklären. Wir scannen den gesamten Körper der Leiche um CSI-artig die verschiedenen Verletzungen und Spuren zu analysieren und so den Tathergang zu rekonstruieren.

Detektiv auf vier Pfoten!

Immer an unserer Seite, um uns bei den Ermittlungen zu helfen, ist unser kleiner Kater William. Während des Spiels übernehmen wir immer wieder seine Steuerung und knobeln uns mit ihm durch weitere Rätselabschnitte.

Während wir William spielen bewegen wir uns hauptsächlich im Untergrund. Dieser wird von der Katzenmafia kontrolliert und William muss verschiedene Aufgaben lösen um den Weg fortsetzen zu können.

So wechseln wir im Spiel immer wieder zwischen William und unserem Hauptprotagonisten Rex hin und her, lösen unzählige Rätsel und treiben somit die Story voran. Von der verraten wir aber an dieser Stelle nicht mehr, wir wollen ja nicht zu viel Spoilern.

Immer diese Rätsel!

Während des gesamten Spiels müssen wir stetig verschiedene Puzzle lösen. Diese sind zwar nicht sonderlich schwer, aber wiederholen sich in ihrer Art und Weise immer wieder.

Wenn wir zum Beispiel einen Fall lösen möchten, müssen wir Indizien in Form von Zahnrädern sammeln. Haben wir alle Zahnräder gefunden, gilt es sie so zusammenzubauen, dass sie ineinandergreifen und sich wieder zu drehen beginnen.

Andere Rätsel orientieren sich daran einzelne Blöcke so zu drehen, dass man entweder einen defekten Stromkreis wiederherstellt, oder einen Weg von Punkt A zu Punkt B findet.

Trailer:

Fazit:

Tales of the Neon Sea ist ein Cyberpunk Krimi in Form eines 2D-Adventures. Die Charaktere präsentieren sich mit einer Portion skurrilen Humor und auch die Umgebung sowie der Sound fügen sich gut ins Gesamtbild ein.

Was aber nicht so Positiv auffällt sind die Massen an Puzzles mit denen der Spieler regelrecht zugeschüttet wird. Obwohl sie nicht sonderlich schwer zu lösen sind, passen sie nicht so richtig ins Spiel und stören den Erzählfluss der Geschichte. Hier wäre etwas weniger mehr gewesen. Alle von euch die mit Puzzlespielen nichts anfangen können, werden mit diesem Game keine Freude haben.

Davon abgesehen ist Tales of the Neon Sea ein solides Spiel mit akzeptabler Story das man auch mal anspielen kann, solange man gerne puzzelt.

Good

  • Skurrile Charaktere
  • Spielbarer Katzendetektiv

Bad

  • Zu viele Rätsel
  • Rätsel wiederholen sich in ihrer Art immer wieder
75.2
Grafik - 72
Sound - 75
Atmosphäre - 73
Steuerung - 77
Umfang - 79