Test: Sniper Elite V2 - Ist das Remaster ein Volltreffer? - MDE|Gaming

Test: Sniper Elite V2 – Ist das Remaster ein Volltreffer?

Rebellion schickt uns mit dem Remaster von Sniper Elite V2 erneut in die Welt der Scharfschützen. Augenscheinlich sind natürlich die optischen Verbesserungen an dem Shooter. Unser Tester ist relativ spät in dieses Franchise eingestiegen. Angefangen bei Zombie Army Trilogy (2015), was mich nicht ganz überzeugen konnte. Danach folgte das großartige Sniper Elite 4.

Ob sich die Reise in die Vergangenheit auch noch heute frisch anfühlt klärt unser Test.

Karl, das tötet Menschen

Mit einem gut platzierten Schuss, auf den Tank des Panzers, bringen wir diesen zur Explosion.

Wir steuern den Scharfschützen Karl Fairburne durch den Krieg, und zwar mitten in Deutschland. Unsere Mission beginnt in Berlin am Brandenburger Tor, dort endet dann letztlich auch unsere Reise wieder.

Bis dahin haben wir aber so einiges zu tun. Wir infiltrieren deutsche als auch russische Stützpunkte, führen diverse Anschläge aus, messen uns mit anderen Scharfschützen und vernichten sogar eine riesige Rakete.

Dabei sollten wir uns vorrangig leise durch die einzelnen Level bewegen. Unser Karl kann nämlich nicht viele Treffer einstecken. Er ist zwar ein Ass auf dem Gebiet der Scharfschützengewehre aber an den restlichen Waffen eher ein bescheidener Noob.

Wir konnten den Start der Rakete verhindern.

Weibliche Kriegerin

In der letzten Mission müssen wir uns auf das Brandenburger Tor kämpfen.

In Sniper Elite V2 Remastered müssen wir aber nicht zwingend mit Karl unterwegs sein. Wir können aus unterschiedlichen Charakteren unseren Helden auswählen. Besonders kurios wird es hierbei, wenn wir uns für einen weiblichen Charakter entscheiden.

Die Zwischensequenzen sind nämlich nicht angepasst, auch die Gegner suchen nach ihm und quittieren das mit dann unpassenden Sprüchen – das drückt etwas auf die Atmosphäre aber brachte uns auch immer wieder zum Schmunzeln.

Je nach gewählten Schwierigkeitsgrad und eurem Können seid ihr rund sechs bis zehn Spielstunden lang mit der Kampagne beschäftigt. Diese kann auch im Koop absolviert werden. Abgerundet wird das Angebot mit einem Multiplayer-Modus.

Planung ist alles

Bevor der eigentliche Einsatz startet können wir an etlichen Stellschrauben drehen. Wir erhalten ein kurzes Briefing und können die Karte begutachten. Anschließend können wir noch unseren Charakter auswählen.

Das wichtigste kommt naturgemäß zum Schluss. Wir können unsere Bewaffnung anpassen. So wählen wir aus unterschiedlichen Scharfschützengewehren, beispielsweise Lee Enfield MK III, M1D Garrand, M1 Carbine, unsere bevorzugte Knarre. Lediglich in wenigen Schlüsselszenen müssen wir mit einer bestimmten Variante vorliebnehmen.

Außerdem können wir die Maschinenpistole, sowie den Revolver ändern. Beim kleinen Meinungsverstärker empfehlen wir euch die schallgedämpfte Ausführung. Zudem führen wir noch Granaten, Stolperfallen, Minen und Dynamit aufs Schlachtfeld.

Trailer:

Fazit:

mEssE – alias Chefredakteur und Gründermitglied.

Sniper Elite V2 Remastered macht auch heute noch Spaß. Klar ganz taufrisch wirkt die Grafik als auch das Gameplay nicht mehr, wurde die ursprüngliche Version doch bereits 2012 veröffentlicht, also überrascht uns das nicht komplett.

Mit dem tollen vierten Serienteil kann der Shooter nicht mithalten. Trotzdem ist es eine gelungene Erfahrung, den „Ursprung“ der Serie zu spielen. Ob einem das gut 40€ Wert ist, muss letztlich jeder selbst entscheiden.

PC-User (Steam) können hingegen das Remaster um schlanke 9,99€ erwerben, wenn man den Sniper Elite V2 in seiner Bibliothek hat.


Sniper Elite V2 Remastered ist für den PC, XBox One und PS4 erhältlich

Good

  • Kampagne, Koop, Multiplayer
  • Überarbeitete Grafik

Bad

  • K.I. recht dämlich
  • Kampagne recht kurz
78.4
Grafik - 76
Sound - 80
Atmosphäre - 80
Steuerung - 80
Umfang - 76