Test: Hell Architect – Wir herrschen über die Hölle

Test: Hell Architect – Wir herrschen über die Hölle
Test: Hell Architect – Wir herrschen über die Hölle
Release Date:Genre:Developed By:Publisher:

Entwickler Woodland Games und Publisher Leonardo Interactive lassen uns in Hell Architect die Hölle übernehmen uns nach unseren teuflischen Gedanken hin aufbauen. Vieles davon funktioniert gut aber der Titel hat auch noch so seine Stolpersteine.

Welche Stärken das Spiel hat und wo noch Verbesserungspotenzial liegt klärt unser Test.

Rein ins Vergnügen

Hell Architect begrüßt uns mit einem dreigeteilten Tutorial. In diesem drei Missionen lernen wir die Grundmechaniken kennen und fühlen uns gut gerüstet um anschließend die Kampagne zu starten. Die Kampagne unterteilt sich in neun Missionen für die ihr circa zehn Spielstunden veranschlagen könnt.

Umrandet wird das Ganze von einer kleinen Story, die in unterschiedlichen Gesprächen erzählt wird. Vom Noob müssen wir uns zum ernsthaft akzeptierten Höllenmanager emporarbeiten.

In dieser Mission betreiben wir eine pinke Hölle, richtig barbarisch… aber auch unheimlich niedlich.
Lucifer aus dem Echo: „Wer verdammt nochmal hat das gesagt?“.

Ist das letztlich geschafft, können wir uns noch im Sandbox-Modus nach Herzenslaune austoben und unseren bösen Gedanken ein Heim verleihen.

Auch verfluchte Seelen wollen umsorgt werden

Die verfluchten Seelen, die bei uns in der Hölle landen, werden zwar von uns beinhart beherrscht aber auch diese Knechte haben leider ein paar Bedürfnisse, die wir im Auge behalten sollten. Zum einen wollen sie etwas Essen und natürlich auch trinken – zum Glück haben wir abgestandenes Wasser, welches aus ihrem eigenen Kot gewonnen wird, im Angebot – einfach nur lecker.

Steht die Grundversorgung fängt der Spaß richtig an, also für uns, nicht für unsere Minions. Wir schicken sie um Dreck, Mineralien und Kristalle abzubauen. Nachdem sie erfolgreich ihre Arbeit erledigt haben, werden sie noch schön in unterschiedlichen Stationen gequält. Wir können sie auf die Streckbank legen, in einen fein gewärmten Ofen setzen oder sie in die Kühlkammer verdonnern.

Die Missionen bieten immer spezielle Ziele an. Hier sollen wir diesen gigantisch großen Kristall abbauen, was natürlich schief geht…

Dadurch erhalten wir Zugriff auf eine weitere Ressource „Leid“ die wir für die hochstufigeren Gebäude benötigen. Zumindest gleich wichtig ist die sogenannte „Essenz“. Diese erhalten wir, wenn wir einen von unseren Minions töten, sechs wunderschöne Optionen – Pfählen, Verbrennen und Co. – stehen uns hier zur Verfügung. Je besser es unserem Minion ging, desto mehr „Essenz“ erhalten wir.

Zum Glück können wir sie mit einem speziellen Gebäude von den Toten auferstehen lassen… um nunja, tot zu bleiben und erneut in unsere Knechtschaft über zu gehen.

Die aktuellen Probleme

Hell Architect macht eigentlich ziemlich viel richtig. Der Aufbaupart macht Spaß, es werden viele Gebäude geboten, die Wirtschaft greift ineinander und die Minions verrichten ihre Arbeit Großteils zufriedenstellend auch wenn sie manchmal richtig dumm sind. Der Herr Kevin-Minion hat zum Beispiel Durst aber ist geistig zu eingeschränkt, sich etwas zum Trinken zu holen…, weil, ja keine Ahnung es ist genug im Lager vorhanden, er ist aber offensichtlich zu blöd um ein Glas in die Hand zu nehmen.

Unseren noch lebenden Minions geht es meist sehr gut, bis auf „Kevin“, der ist halt sehr speziell und verstorben.

Leider aber gibt es auch noch ein paar Bugs die dem Spiel härter schaden. Ein paar Monate im Early Access hätten wohl wunder gewirkt. Die deutsche Übersetzung, speziell bei den Missionszielen, ist äußerst fragwürdig – hin und wieder weiß man leider nicht so recht was zu tun ist. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte diese verwenden.

Dazu gesellen sich kleinere Bugs wie der komplette Stillstand der Minions, die sich aber problemlos mit einem neu laden des Spielstandes lösen ließen. Viel ärgerlicher ist das Problem der verschwundenen Spielstände. Hängt sich Hell Architect aus unerfindlichen Gründen auf, können wir somit unseren Spielstand nicht laden, da er spurlos verschwunden ist und müssen die Mission von vorne starten. Besonders ärgerlich ist das Ganze im Sandbox-Modus.

Launch-Trailer:

Fazit:

mEssE – alias Chefredakteur und Gründermitglied.

Eigentlich habe ich mich auf Hell Architect gefreut, eigentlich steckt auch ein gutes Spiel unter der Erde, wenn die fiesen Bugs nicht wären. Es macht schlicht und ergreifend Spaß sich seine Hölle einzurichten, wenn denn alles reibungslos ablaufen würde.

Zum Glück könnt ihr Hell Architect kostenlos Probe zocken mit der Demo auf Steam. Wer sich anschließend für das Spiel interessiert sollte noch die nächsten paar Patches abwarten, wenn alles rund läuft wartet hier ein fein böses Strategiespiel auf euch.

P.S.: Baut eure Gerätschaften zum Quälen irgendwo auf, wo ihr nicht oft mit dem Bildschirmausschnitt seid, das ständige Gestöhne nervt bereits nach ein paar Minuten.


Hell Architect findet man auf dem PC via Steam

Good

  • Drei Tutorialmissionen
  • Eine Kampagne
  • Sandbox-Modus mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen
  • Aufbaupart macht Spaß

Bad

  • Plötzlich verschwundene Savegames
  • Deutsche Übersetzung arg schwamming
  • Dumme Minions
  • Diener kommen zum Stillstand, Savegame laden schafft Abhilfe
71
Grafik - 75
Sound - 65
Atmosphäre - 65
Steuerung - 75
Umfang - 75
In meinen Adern fließt Gaming :D

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Captcha * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.