Test: Devil May Cry 5 - Rasantes Actionspiel mit einigen Schwächen - MDE|Gaming

Test: Devil May Cry 5 – Rasantes Actionspiel mit einigen Schwächen

Ein neuer Dämonenkönig, Urizen, hat die Macht ergriffen und will die Welt erneut ins Chaos stürzen. Um das zu verhindern verbünden sich Dante, Nero und der geheimnisvolle V, um gemeinsam gegen ihn in die Schlacht zu ziehen.

Aber es gelingt den drei Helden nicht Urizen, dessen Macht unermesslich erscheint, zu besiegen. Sie verlieren den Kampf und Dante ist von diesem Moment an verschollen. Ja so actiongeladen beginnen schon die ersten paar Spielminuten von Devil May Cry 5.

Die Stadt wird indessen von einer Dämoneninvasion überrannt. Über den Qliphoth, den Dämonenbaum, wird die dämonische Plage an die Oberfläche entsannt und verbreitet Verderben und Tod.

Für Nero und V sind neue Ziele schnell gefunden. Zum einen muss der Qliphoth, der die Wurzel allen Übels darstellt, vernichtet werden. Um erneut gegen Urizen in die Schlacht ziehen zu können muss auch noch das sagenumwogende Schwert Sparda gefunden werden. Und wo ist eigentlich Dante?

Neuer Arm – neue Skills!

Neros rechter dämonischer Arm wurde von einer mysteriösen vermummten Gestallt abgerissen. Davon lässt sich unser Dämonenjäger aber nicht unterkriegen. Kurzerhand bastelt ihm die Waffenmeisterin Nico einen neuen Arm, den Devil Breaker.

Der Devil Breaker spielt eine große Rolle beim Kampfsystem von Nero. Er gibt verschiedene Ausführungen des Devil Breakers und jeder hat seine eigenen Stärken und Spezialattacken.

Im Laufe des Spiels erhält man immer neue und andersartige Devil Breaker mit denen man den Dämonen das Leben schwermachen kann. Nebenbei verfügt er auch noch über Schusswaffen und einige Nahkampftechniken, die alle miteinander zu mächtigen Combos kombiniert werden können.

V – Neuer Char neue Skills!

V ist der neue mysteriöse Charakter von Devil May Cry 5. Es ist unbekannt was oder wer er eigentlich ist. Auch über seine Beweggründe, das Schwert Sparda zu suchen, können wir nur spekulieren.

Neben Nero ist er der zweite spielbare Charakter von DMC 5. Seine Angriffe unterscheiden sich aber grundlegend von denen von Nero. Er ist eine Art Beastmaster, der eigene Dämonen beschwören kann, die er dann für sich in die Schlacht schickt. Jeder seiner drei Dämonen besitzt dazu noch sehr unterschiedliche Fähigkeiten, die über einen Skilltree noch ausgebaut werden können.

Dante wir haben dich vermisst!

Und zu guter Letzt gibt es ja auch noch Dante, den wir im Laufe des Spiels wiedertreffen. Er bildet den dritten spielbaren Charakter.

Natürlich unterscheiden sich auch seine Fähigkeiten und Angriffe grundlegend von denen von Nero und V.

Und er wäre nicht Dante wenn er nicht mit einem gigantischen Arsenal verschiedenster Spezialattacken und Waffen ausgestattet ist.

Einfach zu viel von allem!

Und genau hier zeigen sich die ersten Schwächen von Devil May Cry 5. Durch den häufigen Wechsel der Spielfiguren können wir uns nie wirklich mit den Combos der einzelnen Charaktere auseinandersetzen. Kaum haben wir einen Combo gefühlsmäßig perfektioniert, werden wir mit neuen Spezialattacken und Waffen überflutet.

Zusätzlich sind die Charaktere auch noch alle unterschiedlich schwer zu spielen. Die ersten Level des Spiels bestreiten wir mit Nero, mit dem wir uns schon teilweise anstrengen müssen, um eine gute Bewertung für unsere Angriffsserie zu bekommen.

Spielen wir dann aber mit V, der auch coole Attacken aufweisen kann, sind wir trotzdem nicht motiviert, diese zu lernen. Der Grund dafür: bei ihm reicht es meistens ohne jede Taktik immer auf die exakt gleiche Taste einzuhämmern um die Gegner zu besiegen.

Dabei erzielen wir dann nebenbei auch noch eine Top Stilbewertung.

Noch schlimmer wird es, wenn wir mit Dante spielen. Hier erhalten wir gefühlsmäßig alle 10 Minuten eine neue Spezialwaffe. Dadurch befinden wir uns quasi in einem Endlos-Tutorial.

Aber was ist jetzt eigentlich mit der Story?

Die fällt leider viel zu knapp aus. Die einzelnen Personen sind zwar alle toll inszeniert und haben immer einen coolen Spruch auf Lager. Aber das war es dann leider auch schon. Die einzelnen Geschichten werden nur oberflächlich behandelt und lassen uns keine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen. Die gesamte Story wirkt eher lieblos zusammengewürfelt und fesselt uns leider in keiner einzigen Minute des Spiels. Das ist schade, da in der Geschichte durchaus Potenzial vorhanden wäre.

In den ersten zwei Drittel des Spiels kämpfen wir uns durch detailreiche Stadtteile, einstürzende Gebäude oder U-Bahn-Schächte. Diese Locations sind allesamt toll inszeniert.

Dagegen wirkt das letzte Drittel des Spiels so, als wäre den Entwicklern die Zeit ausgegangen. Gerade die Level im Dämonenbaum unterscheiden sich optisch nicht voneinander und so fühlt es sich an, als würden wir uns nur im Kreis bewegen.

Trotz allem hat Devil May Cry 5 aber auch seine Stärken:

Die Kämpfe sind allesamt toll inszeniert und laufen flüssig von der Hand. Vor allem die Bosskämpfe können sich optisch sehen lassen. Das Ganze wird dann auch noch von einem tollen, stimmigen Soundtrack begleitet.

In einem Übungsraum, der sogenannten Leere, kann man seine Combos dann auch noch in aller Ruhe perfektionieren und so seinen eigenen Kampfstil entwickeln.

Trailer:

Fazit:

Devil May Cry 5 wird meiner Meinung nach den Erwartungen leider nicht gerecht. Auf eine große Story wird kein Wert gelegt.

Wer aber auf actionreiche, rasante Kämpfe gegen Dämonenhorden steht, ist hier genau richtig. Und genau das ist es eigentlich was Fans von Devil May Cry erwarten.


Devil May Cry 5 erhaltet ihr für die Playstation 4, für die Xbox One und für den PC via Steam

Good

  • Rasante Action
  • Drei spielbare Charaktere
  • Stimmiger Soundtrack

Bad

  • Zu wenig Fokus auf die Story
80.4
Grafik - 88
Sound - 92
Atmosphäre - 72
Steuerung - 77
Umfang - 73