Test: Deep Rock Galactic – Schießende Koop-Zwerge

Test: Deep Rock Galactic – Schießende Koop-Zwerge
Test: Deep Rock Galactic – Schießende Koop-Zwerge
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Ghost Ship Games und Coffee Stain Publishing schicken uns mit Deep Rock Galactic in ein zwergenhaftes Shooter-Abenteuer. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Koop-Gedanken, gemeinsam macht es einfach am meisten Spaß.

Ob sich ein Kauf auch für Solisten lohnt, was uns gefallen hat und wo die Entwickler noch nachbessern sollten klärt unser Test.

Kleine Helden, dicke Kanonen

Hier befinden wir uns in unserer Basis und planen unsere nächsten Schritte.

Maximal vier Zwerge schließen sich für die Ausflüge in Deep Rock Galactic zusammen. Gestartet wird immer im Spielerhub, dort finden wir allerhand Gerätschaften um unseren Zwerg anzupassen bzw. zu verstärken. Von optischen Gimmicks bis hin zu Fähigkeiten und der Auswahl der eigenen Mission finden wir alles an einem Ort beisammen.

Die vier unterschiedlichen Zwerge stellen zeitgleich die Charakterklassen (Bohrer, Ingenieur, Schütze und Späher) dar. Jeder Charakter verfügt über andere Waffen und Fähigkeiten, eine optimal eingestellte Gruppe verwendet also alle vier Klassen zeitgleich.

Der „Bohrer“ kann besonders schnell und effektiv neue Wege graben und verwendet als Waffe einen schweren Flammenwerfer. Der Ingenieur hat etliche Spielzeuge in der Hinterhand. So kann er mit seinem Plattformgewehr neue Wege erschließen, automatische Geschütztürme platzieren und mit dem Granatwerfer fetten Schaden anrichten.

Diese fette Explosion zwingt den Gegner in die Knie.

Der Schütze kann Seile spannen um für sich und seine Kollegen neue Bereiche zugänglich zu machen. Er verwendet eine Minigun und steht meist an vorderster Front. Der Späher hingegen versorgt die Truppe, mit Hilfe der Signalpistole, mit feinstem hellen Licht, ein Enterhaken lässt ihn schnell große Abgründe überwinden. Ins Gefecht führt er ein Maschinengewehr sowie eine Schrotflinte.

Massenhaft Expeditionen

Als letzter Überlebender konnte unser Tester den Sieg einfahren.

Via Transportkapsel gräbt sich unser Team tief unter die Erde. Die einzelnen Missionen in Deep Rock Galactic dauern in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten. Dort gilt es unterschiedliche Materialien zu sammeln. Jede Mission bietet eine Primär- und eine Sekundäraufgabe, erledigen wir beide erhalten wir mehr Erfahrungspunkte und Ressourcen.

Der Koop-Shooter bietet zwar verschiedene Missionen an aber richtig abwechslungsreich sind sie nicht wirklich. Das fällt vor allem nach den ersten Spielstunden auf, Grinding wird hier großgeschrieben. Passend dazu hat der Entwickler eine aktuelle Roadmap nachgereicht, der Launch von Version 1.0 war somit nur der Anfang des Titels. Unter anderem werden neue Missionstypen, Biome und Gegner integriert, ansehen kann man sich die Roadmap auf Steam.

Ziehen wir mit fremden Spielern durch die Missionen können wir auf etliche Kommunikationsmöglichkeiten zugreifen. Sprach- als auch Textchat sind vorhanden, auch ein einfaches Pingsystem wurde integriert – somit ist die Kommunikation untereinander problemlos möglich. Unseren bisherigen Erfahrungen nach ist die Community sehr freundlich und hilfsbereit, großartig.

Wer hingegen alleine unterwegs ist bekommt eine Drohne namens „Bosco“ an die Seite gestellt. Unser kleiner fliegender Freund kämpft beherzt in den Gefechten mit und kann uns sogar wiederbeleben. Auch die Drohne kann in unserer Basis weiter ausgebaut werden.

Launch-Trailer:

Fazit:

mEssE – alias Chefredakteur und Gründermitglied.

Deep Rock Galactic steht auf einem stabilen und viel wichtiger, spaßigen Fundament. Die vier Klassen bieten unterschiedliche Möglichkeiten und besonders im Koop spielt der Titel seine Stärken aus. Das Balancing ist geradezu perfekt umgesetzt, egal ob wir alleine oder in der Gruppe unterwegs sind.

Mit der Roadmap will man künftig auch für mehr Abwechslung sorgen, das gefällt. Die gesetzten Schritte sollten vor allem dem Endgame zu Gute kommen. Für schlanke 30€ können Koop-Shooter-Fans aber wahrlich nichts mit einem Kauf falsch machen.


Deep Rock Galactic findet man auf dem PC (Steam) und XBox One

Good

  • Koop für bis zu 4 Spieler
  • Drop-In, Drop-Out-Multiplayer
  • Auch Solo spielbar
  • Zufällig generierte Level

Bad

  • Es fehlt an Abwechslung (Missionen)
  • Viel Grind
  • Keine "richtige" Story
80.4
Grafik - 80
Sound - 80
Atmosphäre - 82
Steuerung - 83
Umfang - 77